22.05.2006 | 

SEC prüft Hedgefonds strenger

Die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) schlägt gegenüber Hedgefonds eine härtere Gangart ein. ?Fonds, die als hochriskant eingestuft werden, müssen mit einer jährlichen Prüfung rechnen?, sagte ein Sprecher. Für die Branche, die bisher kaum Vorschriften unterlag, ist das SEC-Vorgehen eine scharfe Wende. ?Es ist ein neuer Fokus. Früher ging es um Unterschlagung von Anlegergeld, jetzt schauen sich die Prüfer die internen Vorgänge an und suchen nach Insiderhandel?, sagte Barry Barbash, ein ehemaliger SEC-Direktor, der jetzt als Anwalt Hedgefonds berät, der Financial Times Deutschland.

Anfang Februar traten für Hedgefonds erste Regeln in Kraft: Fonds mit einem Anlagevolumen von mehr als 25 Millionen Dollar  und mindestens 15 US-Kunden müssen sich bei der SEC registrieren und die Behörde über Management- sowie Strategiewechsel informieren. Zudem sind sie verpflichtet, interne Kontrollmechanismen aufzubauen. Die SEC kann die Fondsmanager regelmäßig vor Ort prüfen.

Die verstärkten Überprüfungen der SEC sorgen für Unmut in der Branche. Fondsmanager klagen, der Prozess sei langwierig und die Prüfer ungenügend vorbereitet. Um den Regeln zu entgehen, haben einige US-Fonds die Sperrfrist für die Anlegereinlagen auf mehr als zwölf Monate ausgeweitet. Sie fallen dann nicht mehr unter die Definition Hedge-Fonds. Noch könnte die neue Vorschrift wieder gekippt werden. Ein Fondsmanager hat gegen die SEC-Regeln geklagt.

 

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