27.09.2007 | Studie

Kapitaldeckung von Pensionsplänen in Kontinentaleuropa besser als in UK und USA

JP Morgan Asset Management hat zu dem Risikomanagement von Pensionsfonds in Europa und den USA Untersuchungen durchgeführt und die Ergebnisse in einer Studie gegenübergestellt. Danach weisen die Pensionspläne kontinentaleuropäischer Unternehmen wesentlich geringere Deckungslücken in ihren Verbindlichkeiten auf als ihre Pendants in den USA und Großbritannien. In Europa erreichen 60 Prozent der betrieblichen Pensionsfonds eine volle Deckung oder sogar einen Überschuss über ihre aktuellen Rentenverpflichtungen, während in den USA nur 29 Prozent und in Großbritannien sogar nur 26 Prozent in der Lage sind, die laufenden Verpflichtungen abzudecken.

"Unsere Studien untersuchen die Auswirkung der geänderten regulatorischen Rahmenbedingungen auf die Arbeitsweise der Pensionspläne internationaler Unternehmen. Sie gehen auf die unterschiedliche Entwicklung der Pensionsfonds bezüglich Asset Allokation und Deckung der Pensionsverpflichtungen in Kontinentaleuropa, den USA und Großbritannien ein", erläutert Jens Schmitt, Leiter des institutionellen Geschäftes in Kontinentaleuropa bei JPMorgan Asset Management in einer Pressemitteilung.
Die positive Entwicklung der europäischen Pensionspläne hin zu einer besseren Deckung ihrer Verbindlichkeiten gehe auf die Veränderungen in der Risikobetrachtung und Investmentstrategie zurück, die durch die Umgestaltung wichtiger Parameter der regulatorischen Rahmenbedingungen angestoßen wurden. Mit der Einführung der IAS19 Bilanzierungsregeln erhöhte sich die Transparenz der betrieblichen Altersvorsorge.

Traditionell unterscheidet sich die Asset Allokation in den USA und Großbritannien stark von der kontinentaleuropäischen Portfoliostruktur. Gemäß der Studie haben kontinentaleuropäische Pensionsfonds  mit 53 Prozent Renten- und 33 Prozent Aktienanlagen ein eher risikoaverses Investmentprofil. In den USA und Großbritannien ist diese Verteilung mit 60 Prozent Aktien und 30 Prozent Renten fast spiegelverkehrt. Einheitlicher wird das Bild bei Betrachtung alternativer Anlagestrategien: Diese Investments werden von Pensionsfonds beiderseits des Atlantiks bisher  zu einem  Anteil vonm 8-9 Prozent genutzt. Während die Kontinentaleuropäer ein höheres Immobilienvermögen haben (7 Prozent im Vergleich zu 3 Prozent in den USA) haben sich die US-Fonds bereits stärker in Private Equity und Hedgefonds engagiert (5 Prozent im Vergleich zu 2 Prozent in Europa). In beiden Regionen geben rund 30 Prozent der Befragten Pensionsfonds an, ihr Engagement in alternativen Anlagen steigern zu wollen.

Abonnenten können die Studie hier downloaden.

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