26.08.2009 | Research

Investments und Kapitalmärkte in Sub-Sahara-Staaten

Eine interessante Research-Veröffentlichung der Deutschen Bank analysiert die sich jüngst entwickelnden Kapitalmärkte und Investmentgelegenheiten in einigen afrikanischen Ländern, den sog. Sub-Saharan African (SSA) Frontier Markets. Dies sind in erster Linie Nigeria, Kenia und Ghana, doch auch Tansania, Uganda und Sambia zeigen laut den Analysten großes Potential. Zu Beginn wird ein Überblick über die makroökonomischen Perspektiven der Region gegeben, für Nigeria, Kenia und Ghana findet sich abschließend eine Einzalanlyse.


Quelle: Deutsche Bank

So seien die SSA-Länder von der Finanzkrise stark getroffen worden, da aufgrund fallender Rohstoffpreise sich die wichtigste Einnahmequelle reduzierte, gleichzeitig die Mittelzuflüsse aus entwickelten Industrienationen zurückgegangen sind. Die Entwicklung und Stabilität rechtlicher Rahmenbedingungen sei sehr wichtig, ebenso die Betrachtung öffentlicher und privater Verschuldung. Das Finanzsystem sei bankendominiert, Kapitalmärkte noch in der Startphase, jedoch gab es in den letzten Jahren eine Vielzahl von Börsengründungen. Da die Gesamtkapitalisierung der Börsen noch unter dem Bruttoinlandsprodukt von Südafrika liegt, sehen die Analysten hier hohes Entwicklungspotential.



Quelle: Deutsche Bank

Grundsätzlich wird allen Ländern ein grundsätzlich positiver Ausblick bescheinigt. Als größte Risiken werden in Nigeria die Ölabhängigkeit, in Kenia die politische Instabilität und in Ghana die volkswirtschaftlichen Bedingungen ausgemacht. Mittel- und langfristig sind diese Länder jedoch die besten Kandidaten, zu Schwellenländern zu werden.

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