26.08.2009 | Research

Kunst als investierbare Anlageklasse

Die Universität Maastricht hat Mitte des Jahres eine kurze Research-Arbeit zum Thema Kunst als investierbare Anlageklasse veröffentlicht. Dr. Campbell von der Faculty of Economics and Business Administration argumentiert, dass Kunst für den wohlhabenden Investor eine attraktive Anlageklasse darstellt, die in Krisenzeiten, ähnlich Gold, eine Outperformance gegenüber traditionellen Anlageklassen liefert, Inflationsschutz bietet und zur Portfoliodiversifikation beiträgt.


Quelle: Campbell (2009)

Anhand verschiedener Bear- und Boom-Phasen zeigt der Autor den Verlauf der Kunstpreise im Vergleich zu Gold, Aktien und Anleihen. Anhand einer Mean-Variance-Optimierung postuliert er eine Beimischung von Kunst ins Portfolio, deren Anteil ca. 8% betragen sollte. Aufgrund der zunehmenden Urbanisierung, der steigenden Weltbevölkerung und da Kunst durch die zunehmende Anzahl von Museen öffentlicher werde, zudem durch Kunstfonds Zugangsmöglichkeiten entstünden, sei Kunst eine attraktive Anlageklasse.


Quelle: Campbell (2009)

Die Darstellung der Risiken ist allerdings etwas knapp geraten. Zwar erwähnt der Autor, dass die Liquidität sehr eingeschränkt sei, gerade in Krisenzeiten, auf andere Risiken wie Managerselektion, Preisschwankungen und den Umstand, dass Kunstpreise zum Teil von persönlichen Motivationen getrieben werden, wird nicht eingegangen. Für Investoren, die mehr zum Thema Kunst als Anlageklasse erfahren wollen, jedoch ein sehr guter Einstieg.

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