06.01.2011 | Studie

Investmentbranche erwartet langsame Erholung

Die 2009 eingesetzte Erholungsphase nach der Finanzkrise wird von der Investmentbranche noch sehr vorsichtig eingeschätzt, zeigt eine Ende Oktober von Norton Rose veröffentlichte umfangreiche Studie zur Einschätzung der Finanzkrise und ihrer Folgen. 48 % der befragten 300 Klienten gehen demnach von einer sehr langsamen Regenerationsphase aus, 22 % erwarten einen erneuten Rückschlag vor einer nachhaltigen Aufwärtsphase und 29 % erwarten eine längere Seitwärtsphase. Die besten Wachstumsaussichten hat nach Ansicht der Experten die Süd-Ost-Asiatische Region, gefolgt von Südamerika und Australien, während Europa und Nordamerika eher bescheidenes Wachstum prognostiziert wird.


Quelle: Norton Rose

Kritisch werden insbesondere das Bankensystem und die weltweite Regulierung gesehen. 74 % der Befragten erwarten, dass sich die Liquidität des Bankensektors erst in einem Jahr oder später auf Vorkrisenniveau einpendeln wird. 66 % bemängeln die verpasste Chance auf eine globale Regulierung, weshalb weitere Krisen aufgrund der gleichen Ursachen möglich seien.


Quelle: Norton Rose

Als Wachstumsmotoren gelten die Sektoren Energie, Infrastruktur, Landwirtschaft, Technologie und Pharmazie. Die Studie endet mit Detaileinschätzungen für die geografischen Regionen. Europa habe demnach insbesondere ein "Süd-Problem", weshalb 96 % die Wachstumsaussichten als fragil bezeichnen.

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