Risikosteuerung bei indirekten Immobilieninvestments
Eine Mitte November erschienene Studie von Kommalpha untersucht die Risikosteuerung und das Risiko-Controlling von indirekten Immobilieninvestments institutioneller Investoren. Für die Studie wurden 71 Institutionen befragt, vorwiegend Versicherungen und Pensionskassen. Im Durchschnitt weisen die Investoren demnach 8,8 Immobilieninvestments aus. Spezialfonds werden von 72 % und damit am häufigsten genutzt. Dahinter folgen die deutsche GmbH & Co. KG sowie Luxemburger Vehikel. Publikumsfonds werden mit rund 20 % relativ selten genutzt, REITs von nur 4 %.
Quelle: Kommalpha
Der regionale Fokus liegt klar auf Europa (75 %) bzw. Deutschland (58 %). Dabei werden von 61 % der Investoren Core-Strategien verfolgt, von 52 % Value-Added-Strategien und von 30 % opportunistische Strategien.
Das Risiko-Controlling wird zumeist auf Grundlage der quartalsweisen oder monatlichen Managerberichte durchgeführt. Nur 9 % der Investoren nutzen individuelle Anfragen. Hauptsächlich werden Objektdetails abgefragt, die 60 % nannten, gefolgt von Renditekennziffern und Finanzierungsdetails, wie 53 % bzw. 47 % angaben. Für die Risikobeurteilung setzen die Institutionen auf Value-at-Risk-Kennziffern und Szenarioanalysen. Des Weiteren integrieren 44 % ihre Immobilieninvestments bereits in die Risikostreuung der Gesamtkapitalanlagen nach MARisk, weitere 44 % planen dies.
Quelle: Kommalpha