09.12.2011 | Märkte

Investitionen in Energieinfrastruktur

Mit dem Entschluss der Bundesregierung zum raschen Ausstieg aus der Atomenergie wurde die Energiewende eingeläutet. Die konkrete Umsetzung ist noch unklar, öffnet aber Investoren bereits diverse Anlagemöglichkeiten im entstehenden Markt der Energieinfrastruktur. Ein im November veröffentlichter Report der IVG Immobilien AG beleuchtet verschiedene Investitionsmöglichkeiten in dieses neue Anlagesegment. Den Autoren Dr. Oliver Voß und Dr. Thomas Beyerle zufolge werden z. B. intelligente Energienetze, sogenannte "Smart Grids", attraktive Investmentalternativen mit individuellen Rendite-Risikoprofilen bieten. Dazu gehört ein Spektrum von "Immobilien"-Assets von Stromnetzen, Photovoltaikanlagen, Windenergieanlagen über Kavernen- und Porenspeicher bis zu Tanklagern.


Quelle: IVG (2011)

Aufgrund der enormen Heterogenität innerhalb des Sektors unterscheiden sich die Investmenteigenschaften der unterschiedlichen Infrastrukturanlagen stark. Auch die Regulierung ist nicht einheitlich, was sich entsprechend auf das Risikoprofil auswirkt. Gas nimmt aufgrund seiner Speicherbarkeit eine zentrale Rolle im Energiekonzept ein. Investitionen ins Gasnetz erscheinen daher trotz des langfristig geplanten Ausstiegs aus fossilen Energieträgern als nachhaltig. Darüber hinaus ist die Ausweitung des Netzes an Höchstspannungsleitungen von Norden nach Süden in Deutschland zur Umstellung auf erneuerbare Energien zwingend erforderlich. Jedoch bestehen für neue Wettbewerber durch lange Genehmigungsverfahren derzeit hohe Eintrittsbarrieren.


Quelle: IVG (2011)

Windkraft soll der wichtigste Energieträger der Zukunft werden und die Grundlast im Netz erzeugen. Mit dem dafür nötigen Ausbau von On- und Offshore-Windparks entstehen gute Investmentmöglichkeiten. Auch Wasserkraftwerke sind durch den hohen Wirkungsgrad bei der Energieumwandlung und ihrer Eignung zur netzgekoppelten Stromspeicherung attraktiv. Das Ausbaupotenzial in Deutschland ist jedoch gering.

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