26.09.2011 | Research

Integration von ESG-Kriterien bei der Titelselektion

Ende Juli veröffentlichte die zu Allianz Global Investors gehörende RCM ein White Paper zur Integration von ESG-Kriterien in den Selektionsprozess von Aktien. Für die Analyse werden die Daten von MSCI ESG Research zwischen Dezember 2005 und September 2010 verwendet. Der MSCI-Ansatz entspricht einer Best-in-Class-Selektion, die von RCM in Scores von A-E überführt wurden. Auf Basis der Scores werden dann Portfolios gebildet.


Quelle: RCM

Die Portfolios werden außerdem nach Size- und Sektoreffekten adjustiert und dann mit MSCI Equal Weighted Indizes verglichen. Das beste Portfolio führte im Untersuchungszeitraum zu einer Outperformance von 1,6 % für das globale und das europäische Portfolio und von 2,0 % für das US-Portfolio, bei gleicher Volatilität. Das schlechteste Portfolio weist eine deutliche Underperformance aus.


Quelle: RCM

Allerdings weist die Analyse einige formale Mängel auf. So werden einige Informationen nicht angegeben, bspw. wie die Portfolios adjustiert und welche Benchmarks genau verwendet werden. Style- und Währungseffekte werden nicht erwähnt, ebenso wenig eine Kausalitätsanalyse bezüglich der Outperformance von Unternehmen mit guten ESG Ratings vorgenommen.

Die Arbeit führt abschließend allerdings einige interessante Quellen zur Integration und zu den Vorteilen der Verwendung von ESG-Kriterien an.

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