Institutionelle Investoren suchen Diversifizierung mit Hedgefonds-Investments
Preqin untersuchte in einem Ende 2008 erschienenen Report die Gründe, warum institutionelle Investoren in Hedgefonds investieren und ob sich ihre Einstellung gegenüber dieser Assetklasse in 2009 und darüber hinaus ändern wird. Die Daten stammen aus der jährlich durchgeführten Umfrage unter institutionellen Investoren im Zeitraum August-November 2008 sowie der unternehmenseigenen Online-Datenbank mit Profilen von mehr als 2.000 Investoren. Die Analyse der Käufer von Hedgefonds zeigt, dass sich diese zu 26,1 % auf Dachhedgefonds, 16,5 % auf öffentliche Pensionsfonds, 15,2% auf Stiftungen, 12,9 % auf private Pensionsfonds und 10,8% auf Family Offices verteilt. Versicherungen, Banken und Investmentgesellschaften machen den Rest aus. Als Grund für die Investition in Hedgefonds gaben 56 % der Befragten Diversifikation und die Reduzierung der Volatilität des Portfolios und 18 % eine Verbesserung des Risiko-Rendite-Profils des Portfolios an.
Zukünftiges Potential für Hedgefonds sehen die Autoren darin, dass mehr als zwei Drittel der Befragen eine offenen Allokation in diesem Bereich haben. In der aktuellen Marktlage warten aber die meisten Anleger vorerst die Entwicklungen der nächsten Monate ab.
Selektionskriterien bei der Auswahl von Hedgefonds-Investments
Quelle: Preqin
Demnach ist mit 37 % der Nennungen die historische Performance eines Fonds das wichtigste Entscheidungskriterium. Dieses wird vor allem bei Pensionsfonds bevorzugt, da diese unter starker Beobachtung der Öffentlichkeit stehen. Das Risikomanagement, mit 26 Prozent an zweitem Platz, hat in der gegenwärtigen Finanzkrise an Stellenwert gewonnen. Einige Investoren verlangen Gutachten externer Wirtschaftsprüfer um Genauigkeit und Transparenz zu erhalten. An dritter Stelle steht der Ruf des Unternehmens, da dieser stark mit der Qualität der Asset-Manager dieser Firmen verbunden wird.