Institutionelle Investoren substituieren Aktien durch Alternatives
Institutionelle Anleger planen eine Erhöhung ihrer durchschnittlichen Allokation in alternativen Asset-Klassen wie Hedgefonds, Private Equity, Rohstoffen, Immobilien und Infrastruktur von 14 % auf 19 % innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre. Reduziert werden soll im Gegenzug der Anteil an Aktien, berichtet die aktuelle "2010 Global Survey on Alternative Investing" von Russell Investments. Für die Studie wurden weltweit 119 Institutionen mit mehr als 1,3 Billionen US-Dollar Assets under Management befragt. Steigen sollen demnach vor allem die Anteile in Infrastruktur-Investments, gefolgt von Rohstoffen und Immobilien. Die Hedgefondsquote soll hingegen leicht sinken.
Quelle: Russel Investments
83 % der Investoren versprechen sich von der Hinzunahme von alternativen Investments eine Reduktion der Volatilität, 76 % höhere Renditen und 61 % ein besseres risikoadjustiertes Ergebnis. Als größte Hindernisse werden geringere Liquidität im Vergleich zu anderen Asset-Klassen von 46 % genannt, 34 % weisen auf die hohen Gebühren hin. Nur wenige Investoren hatten allerdings tatsächlich Liquiditätsprobleme während der Krise. Liquiditätsbedarf sei durch liquide Anlageklassen gedeckt worden, die Allokationen in Alternatives seien zudem diversifiziert und langfristig ausgelegt.
Quelle: Russel Investments
Als Trend für die Zukunft zeichnet sich ein adäquateres Risikomanagement ab, 84 % der Studienteilnehmer planen hier Verbesserungen. Managed Accounts finden ebenfalls erheblichen Anklang, da sie von den Entscheidungen anderer Investoren unabhängig machen. Außerdem werden durch die Hinzunahme von Alternatives Beratungsleistungen wieder mehr nachgefragt.