Investoren sehen Bedarf an neuen Risikomanagement-Ansätzen
Im diesjährigen RiskMonitor hat Allianz Global Investors 755 institutionelle Investoren weltweit zu ihren Risikoeinschätzungen und Investmentstrategien befragt. Drei Risikomanagement-Strategien dominieren: Diversifikation entweder über Asset-Klassen oder über Regionen sowie Durationsmanagement. Dennoch sagen lediglich 38 % der Befragten, dass ihre verfolgten Ansätze in der Finanzkrise die Abwärtsrisiken ausreichend abgesichert hätten. Vor diesem Hintergrund sehen zwei Drittel einen Bedarf an neuen Portfoliostrategien und Risikomanagement-Ansätzen. Rund die Hälfte ist auch bereit, für eine Verbesserung des Risikomanagements zusätzliche Ressourcen bereitzustellen bzw. hat dies bereits getan. Schwierigkeiten bei der Implementierung werden vor allem im Bereich der Kosten sowie beim Verständnis der Risikobemessung alternativer Investments gesehen. 
Quelle: Allianz
Generell werden eine Abflachung des globalen Wirtschaftswachstums, im Speziellen in China, sowie geopolitische Spannungen als Risiken für die Investment Performance angesehen. Die größte Besorgnis herrscht in sämtlichen Regionen bezüglich der Marktvolatilität (42 %). Weitere Faktoren sind das Niedrigzinsumfeld sowie die Geldpolitik. Die größten Auswirkungen auf die Investment Performance werden nach Ansicht der Investoren 2016 vom Aktienmarktrisiko ausgehen, gefolgt von Zins- und Event-Risiken. Eine bedeutende Unsicherheitsquelle sind zudem unverändert Extremrisiken. Dennoch setzen die Anleger bei ihrer Investment-Strategie nicht mehrheitlich auf die Risikominimierung, sondern auf die Maximierung der risikoadjustierten Performance. Das größte Interesse besteht an US- und europäischen Aktien. Weiterhin hat das Interesse an Unternehmensanleihen, sowohl Investment Grade als auch High Yield, deutlich zugenommen. Im volatilen Umfeld wird vor allem aktiven Managern zugetraut, Abwärtsrisiken zu begrenzen und eine Outperformance zu erzielen.
Quelle: Allianz
International nutzen mittlerweile 74 % der Investoren alternative Investments. Gründe hierfür sind u.a. Diversifikationsaspekte sowie die geringe Korrelation zu anderen Asset-Klassen. Angesichts des Niedrigzinsumfeldes steigt das Interesse an illiquiden Assets wie Immobilien, Private Equity oder Infrastruktur. Auch Liquid Alternatives spielen eine gewichtige Rolle, da sie Investoren unkorrelierte Erträge bei gleichzeitig hoher Liquidität bieten können.
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