12.05.2006 | 

Institutionelle Investoren mit Problemen bei alternativen Kapitalanlagen

Diversifikation ist zwar ein hoher Aufwand, es gibt aber keine Alternative dazu. Das war eines der wichtigsten Ergebnisse einer Diskussion mit dem Titel ?Über den Einsatz und die Erfolgspotenziale diversifizierender Assetklassen?, die anlässlich der 9. Jahrestagung Portfoliomanagement in Frankfurt stattfand.

Die Diskussionsteilnehmer berichten zugleich von ihren Schwierigkeiten, in alternative Assetklassen zu investieren. ?Wir haben Anlagegremien zu überzeugen?, sagte etwa Richard Peters, Vorstand der VBL Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder. Hedgefonds hätten jedoch ein negatives Image, gleiches gelte für Private Equity. ?Wir sind aber dabei, die Gremien zu überzeugen, dass es sich dabei um sinnvolle Anlageklassen handelt, um das Portfolio zu diversifizieren?, sagte Peters. Derzeit beträgt das Anlagevolumen rund 12 Milliarden Euro. Insgesamt werde das Anlageuniversum bestimmt durch gesetzliche Restriktionen.

Von ähnlichen Zwängen berichtete auch Ralf Wohltmann, Direktor beim Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin. ?Es zählt nicht die Diversifikation, sondern das Ergebnis am Jahresende?, sagt Wohltmann. Dass es sich eigentlich um eine Langfrist-Strategie handeln sollte, spiele kaum eine Rolle. ?Wir brauchen 4 Prozent Rechnungszins als absoluten Ertrag jedes Jahr.? Hinzu komme das Problem, dass das Anlagegremium aus sechs Zahnärzten bestehe, die sich erst mühsam in die Thematik einarbeiten müssten.

?Es ist ein gewisser Spagat. Auch die kurzfristige Rendite muss stimmen?, sagte auch Markus Taubert, Leiter Kapitalanlagen der Pensionskasse der Wacker Chemie in München. Im Gegensatz zu den anderen Diskussionsteilnehmern hat Taubert mit seinem Team aber bereits damit begonnen, ein Private-Equity-Anteil im Portfolio aufzubauen.

 

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