16.05.2006 | 

US-Investoren setzen auf Nutzholz-Investments

Die Stiftungsfonds von Harvard und Yale waren einer der ersten institutionellen Investoren, die in Nutzholz-Produkte (Timber) investiert haben. Und die Verantwortlichen setzen weiter auf den Rohstoff aus dem Wald. "Wir sind nicht vollständig allokiert", sagt dagegen Andrew Wiltshire, der die Timber-Investments des 25,9 Milliarden Dollar Stiftungsportefeuilles der Cambridge University betreut. Der Fonds ist zwischen zehn und zwölf Prozent in Nutzholz investiert.

Auch andere institutionelle Investoren, darunter der 15,2 Milliarden Dollar schwere Stiftungsfonds der Yale University, bauen ihre Positionierung aus. Kein Wunder: Der NCREIF Timberland Property Index hat seit seiner Auflegung vor 20 Jahren einen jährlichen Wertzuwachs von 15 Prozent gebracht, während die im Standard & Poor's 500 abgebildeten Aktien Anlegern über denselben Zeitraum lediglich elf Prozent Rendite pro Jahr bieten konnten.

US-Investoren haben ihre Nutzholz-Investments seit Ende 2003 um 29 Prozent auf insgesamt 18 Milliarden Dollar aufgestockt. Forstwirtschaftliche Unternehmen trennen sich zunehmend von Forstland, um ihre Verschuldung abzubauen. Was die Anleger in den Wald zieht sind dieselben Gründe, die Hedgefonds und Immobilien attraktiv gemacht haben: Geringere Volatilität der Erträge, unabhängig von den Aktien- und Anleihemärkten. Darüber hinaus stellen Nutzholz-Investments auch eine Absicherung gegen die Inflationsentwicklung dar, von der Aktien und festverzinsliche Investments betroffen sind. In der Vergangenheit hat der NCREIF-Index nur einmal eine schlechte Wertentwicklung verzeichnet: Im Jahr 2001 ist er um 5,2 Prozent gefallen.

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