Institutionelle investieren mehr in Risikomanagement
Institutionelle Investoren verwenden mehr Ressourcen für ihr Risikomanagement, zeigt die Anfang Oktober von MSCI veröffentlichte Studie "Back to the Future of Risk Management". Außerdem wurden die Strukturen des Risikomanagements bei vielen Investoren verbessert. So haben von den befragten 85 Institutionen jeweils mehr als 20 % ihr Investment- oder Risikomanagementteam aufgestockt, jeweils mehr als 40 % die Informationstransfer zwischen Investment und Risikomanagement bzw. zwischen Risikomanagement und Aufsichtsrat erhöht.
Quelle: MSCI
Das Marktrisiko ist mit über 70 % Nennungen das zentrale Thema. Der Anlagehorizont ist dabei mit durchschnittlich ein bis drei Jahren sehr kurz. Dementsprechend haben taktische Maßnahmen zugenommen. Mit mehr als 60 % Nennungen folgen Kontrahentenrisiken und Liquidität als größte Gefahren genannt. An Techniken erfahren Stresstests und Tail Risk Management zunehmende Resonanz und werden mittlerweile von fast allen Institutionen verwendet.
Außerdem fand die Studie eine Verschiebung zu breiter diversifizierten Portfolios, maßgeblich verursacht durch die zunehmende Verwendung von alternativen Investmentformen. Auch Nachhaltigkeitskriterien finden zunehmend Anklang. Bereits 50 % verwenden Ausschlusskriterien für bestimmte Industrien, mehr als ein Drittel Unternehmensratings für Umwelt- und Sozialverhalten.
Quelle: MSCI