Institutionelle Anleger vorsichtiger bei Insurance-Linked Securities
Der Markt für Verbriefungen versicherungstechnischer Risiken hat Ende Juni 2014 ein neues Rekordvolumen erreicht, wie Munich Re in einem Marktbericht festhält. Insgesamt betrug das ausstehende Volumen an Insurance-Linked Securities 21,7 Mrd. US-Dollar, was einem Netto-Zufluss von 3,1 Mrd. US-Dollar im zweiten Quartal entspricht. Das enorme Marktwachstum in den vergangen Jahren hat frühen Investoren einerseits attraktive Gewinne erbracht, andererseits aber zu immer niedrigeren Spreads für die eingegangenen Risiken geführt. Nach Angaben von Munich Re ist seit 2012 eine anhaltende Verschlechterung der Verzinsung aus Investorensicht zu beobachten. Allerdings dürfte eine Untergrenze Ende Mai erreicht worden sein, als auch Munich Re eine Anleihe nicht wie geplant platzieren konnte.
Quelle: Munich Re
Rund 70 % des Marktes basiert auf verbrieften US-Risiken. Hier war im Jahresverlauf am Sekundärmarkt bereits ein Anstieg der Risikospreads zu beobachten, so Munich Re. Europäische und japanische Risikospreads dagegen sanken weiter. Institutionelle Investoren werden es nach Einschätzung von Munich Re im restlichen Jahresverlauf schwer haben, ein direktes Exposure in Katastrophenrisiken aufzubauen. Auch das Marktwachstum werde sich verlangsamen, schreiben die Autoren.
Quelle: Munich Re