Einzelhandelsimmobilien als attraktive Investment-Opportunität
Lebensmitteldiscounter und Supermärkte stellen im Vergleich zu anderen Immobilienklassen mit Renditen von 6-7 % eine attraktive und vor allem sehr stabile Anlageklasse dar, wie eine Studie von TLG Immobilien mit Analysehaus Bulwiengesa zeigt. Seit dem Jahr 2000 sind die Mieten für Nahversorgungsimmobilien in Ostdeutschland um 13 % gestiegen, im Westen dagegen war der Anstieg sogar doppelt so hoch. Für ein Investment in diese Anlageklasse spricht zudem, dass die Pro-Kopf-Ausgaben für Lebensmittel in den vergangenen Jahren angestiegen sind und auch in der Zukunft mit weiteren Steigerungen zu rechnen ist, so dass Bevölkerungsrückgänge kompensiert werden können. Daneben stellt das sehr restriktive deutsche Planungsrecht eine Hürde für neue Standorte dar, was einen Bestandsschutz bei langfristigen Mietverträgen für bestehende Flächen bedeutet.
Quelle: TLG Immobilien
Trotz der geringeren Mietsteigerungen in Ostdeutschland zeigen sich bei weiterer Aufgliederung nach Betriebsformen und Zeiträumen teils Nachholeffekte. Im Vergleich der Zeiträume 2005-2009 und 2000-2004 verzeichneten Supermärkte im Osten ein mit 4,6 % deutlich höheres Wachstum der Mieten als im Westen (+2,1 %). Bei Lebensmitteldiscountern dagegen zeigt sich eine gegenläufige Entwicklung. Die Renditeentwicklung der vergangenen Jahre macht deutlich, dass Investoren vor allem an Objekten in den A- und B-Städten des Westens interessiert waren. Doch rücken auch ostdeutsche B-Städte, z.B. Leipzig und Dresden, zunehmend in den Fokus der Anleger. Das Renditeniveau ist mit einem Durchschnittswert von 6 % im Vergleich zu anderen immobilienarten relativ hoch, doch gerade Objekte in C- oder D-Städten (etwa Erfurt, Magdeburg oder Potsdam) bieten bei nur leicht erhöhtem Risiko Renditen von bis zu 7,2 %.
Quelle: TLG Immobilien
Anders als im übrigen Einzelhandel bedeuten die Erfordernisse des Transports verderblicher Waren im Lebensmittelsegment erhebliche Herausforderungen für den E-Commerce. Zwar beginnt auch der Lebensmittelhandel zunehmend damit, Onlineshops aufzubauen, doch beträgt der Anteil des Online-Handels noch weniger als 1 %. Eine Befragung unter Haushalten hat zudem ergeben, dass die überwiegende Mehrheit kein Interesse daran hat, Lebensmittel im Internet zu erwerben.