Institutionelle Anleger planen Ausbau der Immobilienquote
In einer 2008 durchgeführten Umfrage der Feri EuroRating Services wird das Anlageverhalten deutscher institutioneller Anleger in Deutschland im Immobiliensegment untersucht. Demnach werde das Segment bei institutionellen Anlegern immer beliebter. Zwischen 1998 und 2008 wuchs das Mittelaufkommen in Immobilien-Spezialfonds um jährlich 12% und Betrug Ende 2008 knapp 20 Mrd. Euro. Insgesamt stieg der durchschnittliche Anteil des Immobilienvermögens im Portfolio von 6,1% im Jahr 2004 auf derzeit durchschnittlich 7%. Auch für die Zukunft planen die Anleger ihre Immobilienquote zu erhöhen. Bis 2011 solle der Immobilienanteil auf 7,5% steigen. Vor allem Kirchen, Stiftungen und Industrieunternehmen haben mit ca. 15% bereits heute einen überdurchschnittlichen Anteil der Portfolio-Assets in Immobilien investiert.
Quelle: Feri EuroRating Services
Vorwiegende Anlageform bei Immobilieninvestments sind Direktanlagen (57%) und Spezialfonds (24,5%). In diesen beiden Anlageformen sind somit über 80% des Vermögens investiert. REITs und Real Estate Private Equity spielen mit durchschnittlichen Portfolioanteilen von je 0,1% keine Rolle für institutionelle Anleger. Als Gründe für Immobilieninvestments nannten die Anleger stabile Erträge durch geringe Wertschwankungen und das Diversifikationspotenzial der Anlageklasse.
Quelle: Feri EuroRating Services
Hauptanlageregion mit 70% der Assets ist Deutschland. Hier liegt ein starker Fokus auf regional nahegelegenen Immobilien, so seien etwa 20% in sog. regionale Wirtschaftszentren im Inland angelegt. Ein weiterer Anlageschwerpunkt mit 23% sind Immobilien in Westeuropa. Der Anteil, den amerikanische Immobilien in den Portfolien ausmachen, ist mit 3% relativ gering. Dabei wird überwiegend in Büroimmobilien investiert (57,5%).
Quelle: Feri EuroRating Services
Für die Studie wurden insgesamt 150 institutionelle Immobilieninvestoren aus Deutschland befragt. Diese Investoren verfügten über ein verwaltetes Gesamtvermögen von mehr als 1.000 Mrd. Euro, daher kann die Studie als repräsentativ angesehen werden.
Einen Auszug aus der Studie mit den wichtigsten Ergebnissen können Abonennten des Absolut|report im Anhang herunterladen.
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