18.09.2009 | Research

Infrastruktur Investments nach der Krise

Infrastruktur Investments zeigten in den letzten Jahren, ähnlich Private Equity, ein enormes Wachstum beim Fundraising und der Lancierung neuer, ungelisteter Fonds. Die Jahre 2007 und 2008 waren Rekordjahre bezüglich des Fundraisings, mit 24 (35) neuen Fonds und 37,7 (36,6) Mrd. US-Dollar Fundraising. Die Finanzkrise hatte allerdings auch auf diese Anlageklasse Auswirkungen: Im ersten Halbjahr 2009 wurden nur noch drei Fonds mit 2,8 Mrd. US-Dollar aufgelegt, wie eine aktuelle Research-Publikation von preqin zeigt.


Quelle: preqin

Allerdings würden Investoren ein konstantes Interesse an Infrastruktur Investments zeigen, so die Autoren. Viele Fonds hätten ausreichend Mittel für Investitionen zur Verfügung und würden nun wieder attraktive Gelegenheiten suchen. Diese böten sich aufgrund der gestiegenen staatlichen Infrastrukturausgaben im Rahmen von Konjunkturprogrammen sowie durch den Investitionsbedarf der Schwellenländer. Investoren schätzten die geringen Korrelationen zu anderen Anlageklassen und im aktuellen Marktumfeld zudem den Inflationsschutz. So sehen 53% Infrastruktur als eigene Anlageklasse, 31% als Bestandteil der Private-Equity-Allokation, 16% als Teil der Real Assets.


Quelle: preqin

Als Fazit sehen die Autoren mittelfristig gute Aussichten für Investitionen in Infrastruktur, das Marktumfeld sei eher stagnierend als fallend einzustufen. Die Fonds seien geografisch breit und für alle Investmentstrategien aufgestellt. Besonders ungelistete Fonds würden attraktive Rendite-/Risikorelationen liefern.

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