18.09.2012 | Märkte

Indiens Zentralbank fordert Infrastrukturinvestitionen

Die Infrastrukturinvestitionen in Indien sind deutlich zurückgegangen, wodurch das weitere Wirtschaftswachstum gefährdet ist, schreibt die Reserve Bank of India in ihrem Ende August veröffentlichten Jahresbericht. Große Projekte in den Sektoren Infrastruktur- und Metall gingen demnach im letzten Jahr um 46 % zurück, von 3,9 auf 2,1 Billionen Rupien (ca. 40 Mrd. Euro). Betroffen waren praktisch alle Segmente, Flughäfen, Häfen, Straßenbau und Energieversorgung. Im Energiesektor sorge vor allem die schlechte Kreditqualität bei bestehenden Projekten für einen Finanzierungsstopp durch Banken. Ausgelöst wurde der Einbruch im Sektor durch den Mangel an Brennkohle. Da Indien selbst große Vorkommen besitzt, allerdings 70 Millionen Tonnen Kohle importiert, empfiehlt die Zentralbank Indiens dringend Investitionen in heimische Minenprojekte.

Neben der Energieversorgung wird eine mangelnde Beteiligung von privaten Investoren als Hauptgrund für den Investitionsrückgang genannt. Die indische Regierung müsse bessere Rahmenbedingungen mit transparenten und sicheren Vorgaben schaffen, um private Beteiligungen an Infrastrukturprojekten zu ermöglichen. Andernfalls sei ein weiteres hohes Wirtschaftswachstum Indiens durch die mangelnde Infrastruktur nicht möglich.

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