Impact Investing gewinnt an Bedeutung
Der Markt für nachhaltige Investments in Europa verzeichnet weiterhin hohe Wachstumsraten, wie das Forum Nachhaltige Geldanlagen berichtete. Die Ende September veröffentlichte "European SRI Study 2012" von Eurosif bietet eine ausführliche Marktübersicht zu den einzelnen Segmenten in 14 europäischen Ländern. Am schnellsten wächst die Sparte "wertebasiertes Screening", gefolgt von der "Negativselektion" und dem "Best in Class"-Ansatz. An Bedeutung gewinnen konnte Impact Investing, worunter Investitionen fallen, die neben einem finanziellen auch ein umwelt- oder sozialbezogenes Ergebnis liefern bspw. Themen- oder Projektinvestitionen. Eurosif zählt Microfinance, Social Business und Community Investments zu dieser Kategorie und berichtet in der diesjährigen Studie erstmals ausführlich über derartige Projekte, deren Investitionen derzeit 8,75 Mrd. Euro betragen.
Quelle: Eurosif
Des Weiteren sticht heraus, dass rund 94 % des Marktes von institutionellen Investoren bestimmt werden. Zwar herrschen zwischen den einzelnen Ländern beträchtliche Unterschiede in den Marktstruktur, insgesamt ist das Retail-Segment aber noch sehr ausbaufähig. Bezüglich der Asset Allocation der institutionellen Investoren entfallen rund 60 % auf Anleihen und den Geldmarkt sowie ein Drittel auf Aktien. Andere Investments wie Immobilien und Alternatives machen 9 % aus. Deutschland ist mit mehr als 60 Mrd. Euro AuM in nachhaltigen Investments einer der Vorreiter in Europa. Mit 32 % Marktanteil ist der Retail-Markt hier auch viel ausgeprägter, als im europäischen Durchschnitt. Bei den institutionellen Investoren sind es vor allem religiös motivierte Investoren, Stiftungen und Pensionseinrichtungen, die nachhaltig investieren.
Quelle: Eurosif
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