Immobilienaktien bedeutende indirekte Anlageklasse
Immobilienaktien stellen die wichtigste indirekte Anlageklassen für deutsche Immobilien dar, noch deutlich vor offenen und geschlossenen Fonds. In einer gemeinsamen Studie untersuchen der Zentrale Immobilienausschuss e.V. (ZIA) und das Beratungs- und Analysehaus Barkow Consulting die Entwicklung und Aufteilung des Marktes für indirekte Immobilieninvestments in Deutschland. Seit 2008 hat sich die Marktkapitalisierung der Immobilienunternehmen in Deutschland mit einem Anstieg von 15,6 Mrd. Euro mehr als verdreifacht, was sowohl auf steigende Kurse als auch auf erfolgreiche Eigenkapitalplatzierungen zurückzuführen ist. Dennoch ist der Anteil an Streubesitz für viele Unternehmen trotz einiger Verbesserungen noch immer zu niedrig, was zu geringerer Liquidität der Titel und damit Einschränkungen bzgl. der Investierbarkeit für viele institutionelle Investoren führt. Mit 94,6 % entfällt der Großteil des Streubesitzes auf ausländische Institutionelle.
Quelle: ZIA, Barkow Consulting
Insgesamt halten die 71 börsennotierten deutschen Immobilienunternehmen 59,1 Mrd. Euro Immobilienvermögen, weitere 8,5 Mrd. Euro entfallen auf ausländische Unternehmen. Mit einem Anteil von 77 % sind Wohnimmobilien deutlich übergewichtet. Auffällig ist, dass die deutschen Unternehmen mit 99 % fast ausschließlich im Inland investieren und keine nennenswerten Bestände im Ausland verwalten. Den kumuliert 67,6 Mrd. Euro Immobilienvermögen der Aktiengesellschaften stehen 43,1 Mrd. Euro in geschlossenen und 25,7 Mrd. Euro in offenen Publikumsfonds gegenüber. Hier werden Wohnimmobilien hingegen kaum allokiert, stattdessen dominieren Büro- und Gewerbeflächen.
Quelle: ZIA, Barkow Consulting