19.12.2013 | Research

Norwegischer Pensionsfonds analysiert Infrastruktur-Investments

Norges Bank Investment Management (NBIM), der Verwalter des norwegischen Government Pensions Fund Global setzt sich in einem Diskussionspapier von Ende November kritisch mit Investitionen in Infrastruktur auseinander. Untersucht werden die verschiedenen Möglichkeiten ein Exposure in Infrastruktur aufzubauen. Denn so unterschiedlich die investierbaren Arten von Infrastruktur sind, so verschieden sind auch die Zugangswege und damit das erzielbare Rendite-Risiko-Profil. Abhängig von Zugangsweg und Art der Infrastruktur ergibt sich ein sehr heterogenes Möglichkeitenprofil, was zwar zahlreiche Opportunitäten mit sich bringt, einzelne Projekte aber nur schwer vergleichbar macht.


Quelle: NBIM

Grundsätzlich sind direkte und indirekte Beteiligungen an Eigentümern oder Betreibern von Infrastruktur denkbar. Dazu zählen einerseits Verkehrsinfrastruktur, wie Straßen, Brücken, Schienennetze oder Häfen, aber auch klassische Versorgungsinfrastruktur für Strom, Wasser oder Energieträger. Daneben gewinnen auch Kommunikations- und Sozialinfrastruktur an Bedeutung, wie etwa Investitionen in Internet- und TV-Kabelnetze oder Krankenhäuser. Risiken eines Investments liegen dabei in der Art der Infrastruktur und seinem operativen Umfeld sowie in hohem Maße in der Gestaltung des Zugangswegs. Auch politische und regulatorische Risiken sind hier zu berücksichtigen. Die Asset-Klasse Infrastruktur kann daher sowohl aktien- als auch anleihen- oder immobilienähnliche Rendite-Risiko-Profile liefern.


Quelle: NBIM

Aus Sicht des auf hohe Transparenz angewiesenen norwegischen Pensionsfonds, liegt die besondere Schwierigkeit am Mangel einer effektiven Benchmark, was die Vergleichbarkeit und Performancemessung erschwert. So gibt es per se keinen "richtigen" Zugangsweg, schlussfolgert die NBIM. Insgesamt betonen die Autoren aber den Nutzen von Infrastruktur-Investments in der strategischen Asset-Allokation, sobald der individuelle Zugang gefunden wurde.

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