Immobilien: Zielquote und Allokation nähern sich an
Die Stimmung institutioneller Investoren am Immobilienmarkt ist insgesamt - trotz des späten Zyklus - optimistisch. Eine umfangreiche Studie, die INREV unter Pensionsfonds, Versicherungsunternehmen und Fondsmanagern durchgeführt hat, zeigt, dass die Immobilienquoten wahrscheinlich weiter erhöht werden.
Demnach plant die Hälfte der Befragten eine Ausweitung ihrer Immobilien-Investments. Lediglich 9 % wollen ihr Exposure verringern. Während die durchschnittliche Immobilienquote von 8,9 % im Vorjahr auf 10 % angestiegen ist, legte die Zielallokation lediglich um 0,2 Prozentpunkte auf 10,4 % zu. Somit haben sich Zielquote und Allokation erstmals deutlich angenähert.
Quelle: INREV
Zwei Drittel der deutschen Anleger möchten ihre Immobilienquote erhöhen, keiner beabsichtigt eine Verringerung. Als Grund für die Ausweitung des Exposures werden eine bessere Diversifizierung und höhere Renditechancen genannt.
Neu investiert wird 2019 voraussichtlich ein Gesamtvolumen von 72 Mrd. Euro, wovon rund 54 % von europäischen Anlegern stammt, wobei diese Mittel nur zu 37% in Europa angelegt werden. Bei den Investitionen wird zunehmend ein risikoaverser Ansatz verfolgt. Dementsprechend kann zulasten opportunistischer Strategien eine Verlagerung in Richtung Core-Investments beobachtet werden. Dieser Trend wird mit der Vorbereitung auf die späte Phase des Zyklus erklärt. 
Quelle: INREV
Die deutschen Investoren zeigen darüber hinaus eine starke Präferenz für direkt gehaltene Immobilien. Die Mehrheit wird ihr Exposure in den nächsten zwei Jahren wahrscheinlich erhöhen. Auch bei Fondsanlagen sowie Joint-Ventures und Club-Deals planen 40 % der Anleger eine Ausweitung.
Der bevorzugte Investitionsstandort in diesem Jahr ist Deutschland, womit Großbritannien auf den zweiten Platz verdrängt wurde, gefolgt von Frankreich. Beliebtester Sektor ist nach wie vor der Büromarkt. Zugenommen hat das Interesse an Studentenwohnheimen und Immobilien im Gesundheitswesen.
Das komplette Spektrum von Infrastruktur und Immobilien deckt der im September 2017 erschienene Absolut|spezial Real Assets ab. Diese Sonderpublikation enthält u.a. Beiträge zu Spezial-Immobilienfonds, Investments in Energieinfrastruktur, Bewertung von Infrastrukturinvestments sowie rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen.
Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Fokus auf Immobilien jeden Monat in der Publikation Absolut|ranking Listed Infrastructure & Private Equity. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 16.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 31 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 140 Universen.