Nachhaltigkeit als Performancetreiber
Amir Amel-Zadeh, Oxford Universität, und George Serafeim, Harvard Business School, haben untersucht, warum und in welcher Form ESG-Daten von Asset Managern im Investmentprozess genutzt werden. Die Antworten der vorwiegend in Europa und den USA ansässigen Asset Manager repräsentieren ein Anlagevolumen von insgesamt 31 Bill. USD, ca. 43 % der Assets under Management weltweit. Die Befragung wurde 2016 durchgeführt.
82 % der Asset Manager nutzen demnach bereits ESG-Aspekte bei der Anlageentscheidung. Als Hauptgrund wird der Einfluss auf die finanzielle Performance genannt. Ausschlaggebend sind aber auch die wachsende Nachfrage der Kunden, die regulatorische Entwicklung und/oder die ethische Verantwortung.
Die Mehrheit der Asset Manager, die keine ESG-Aspekte berücksichtigt, führt als Begründung die fehlende Nachfrage auf, neben fehlendem Zugriff auf entsprechende Daten und geringer Relevanz für die Investmententscheidung. 
Quelle: Amel-Zadeh und Serafeim (2018)
ESG-Daten werden somit überwiegend aus finanziellen Beweggründen angewandt und weniger aus ethischen Motiven. Im Vergleich zu den USA spielen sie in Europa eine etwas größere Rolle. Dort sind die Befragten auch stärker davon überzeugt, dass durch Engagement Änderungsprozesse beim Unternehmen angestoßen werden können. Die größten Barrieren bei der Berücksichtigung von ESG-Daten im Investmentprozess sind die geringe Vergleichbarkeit der Unternehmen und die fehlenden Standards bei der CSR-Berichterstattung
In Europa wird Engagement und ESG-Integration am häufigsten verwendet, während in den USA vor allem das Negativ-Screening umgesetzt wird, was die Autoren darauf zurückführen, dass in den USA größere Bedenken hinsichtlich der Datenverlässlichkeit existieren. 61 % der Befragten schätzen, dass eine ESG-Integration einen positiven Einfluss auf das finanzielle Ergebnis einer Investmentstrategie haben kann. 
Quelle: Amel-Zadeh und Serafeim (2018)
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