20.02.2014 | Märkte

Immenses Wachstumspotenzial für Asset-Management-Branche

Eine aussichtsreiche Zukunft prognostiziert PricewaterhouseCoopers der Asset-Management-Industrie bis 2020. So rechnet PwC in der Anfang Februar veröffentlichten Studie damit, dass das von der Branche verwaltete Vermögen schon 2020 die Grenze von 100 Billionen US-Dollar übersteigen wird. Derzeit verwalten Asset Manager weltweit knapp 64 Billionen US-Dollar. Als Wachstumstreiber werden vor allem institutionelle Anleger identifiziert, insbesondere Pensionsfonds. Mit deren anhaltenden Problemen, Defined-Benefit-Pläne im Niedrigzinsumfeld zu finanzieren, werden Defined-Contribution-Pläne bis 2020 zum Standard werden, schätzt die Studie. In den kommenden sechs Jahren rechnen die Autoren mit einer annähernden Verdopplung des von Pensionsfonds verwalteten Vermögens.


Quelle: pwc

Darüber hinaus werden auch die wachsenden Mittelschichten in Südamerika, Asien, Afrika und dem Mittleren Osten immer häufiger professionelle Vermögensverwaltung nachfragen und eine größere Bedeutung für die Branche einnehmen. Neben den optimistischen Wachstumsaussichten sieht PwC aber auch eine Reihe von Herausforderungen für die Branche. So werden einerseits der Kostendruck und andererseits die regulatorischen Anforderungen weiter zunehmen. Vor allem das passiv in Form von ETFs verwaltete Vermögen wird seinen Wachstumskurs fortsetzen und weiter Marktanteile gewinnen, erwartet PwC.


Quelle: pwc

Aktive Manager dürften demnach zwar Marktanteile zu Lasten von ETFs verlieren, aber dennoch von Mittelzuflüssen insgesamt profitieren. Ebenfalls sieht die Studie alternative Strategien und Asset-Klassen vor einem positiven Entwicklungspfad stehen. Das besondere Know-How der Alternatives-Branche wird in Zukunft noch mehr von institutioneller Nachfrage profitieren, schreiben die Autoren. Dabei spielen vor allem die regulatorischen Weiterentwicklungen, etwa der UCITS-Richtlinie in Europa, ein große Rolle. Die strengen Anforderungen hinsichtlich Liquidität und Transparenz besitzen das Potenzial, vor allem institutionelle Anleger anzulocken.

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