24.02.2014 | Märkte

Nachfragestruktur des Goldmarkts verändert sich

Die Konsumnachfrage nach physischem Gold hat im vergangenen Jahr ein neues Rekordhoch erreicht, stellte das World Gold Council Mitte Februar fest. So stieg die physische Nachfrage nach kleinen Barren und Münzen sowie seitens der Schmuck-Industrie um 21 % auf ein Rekordniveau. Als Ursache sehen die Autoren vor allem den starken Goldpreisrückgang zwischen April und Juni und die steigende Konsumentennachfrage in China. Demgegenüber steht eine rückläufige Nachfrage der Zentralbanken und Investment-Gesellschaften im letzten Jahr um 50 %. Grund hierfür war in erster Linie die Liquidierung taktischer Positionen nach den Tapering-Ankündigungen der USA im Frühjahr. Gold-ETPs verzeichneten erstmals Abflüsse und reduzierten ihren Goldbestand um rund 880 Tonnen. In der Summe reduzierte sich die Nachfrage nach Gold auf knapp 3.800 Tonnen in 2013, 15 % weniger als im Vorjahr.


Quelle: World Gold Council

In der regionalen Zusammensetzung der Nachfrage hat im vergangenen Jahr erneut China merklich an Gewicht gewonnen. In Indien haben Importbeschränkungen zu einbrechender Nachfrage geführt. In Japan war erstmals seit 2005 eine positive Nachfrage nach Gold zu beobachten. Als einziges europäisches Land berichtete Deutschland von einer steigenden Goldnachfrage.


Quelle: World Gold Council

Angebotsseitig war 2013 ein leichter Rückgang um 2 % zum Vorjahr zu erkennen. Das sechste Jahr in Folge sank der Zugang durch recyceltes Gold, während die Minenproduktion im vergangenen Jahr um 5 % bzw. rund 150 Tonnen stieg.

Abonnenten von Absolut Research können weiterführende Informationen hier herunterladen:
Mehr zum Thema "Gold"
zurück