21.08.2018 | Research

Hedging von Faktorrisiken

Klassische Risikofaktoren des Aktienmarktes lassen sich ohne große Kosten absichern, zeigt das Researchpaper „Hedging Risk Factors“ von Bernard Herskovic, Alan Moreira und Tyler Muir von der UCLA. Neben Makrofaktoren wie Industrieproduktion, Arbeitslosigkeit und Ausfallrisikoindikatoren untersuchen die Autoren auch die Risikofaktoren Value, Momentum und Profitabilität. Die Zeitreihen zeigen, dass die untersuchten Aktien eine hohe Persistenz bzgl. ihrer Faktor-Betas aufweisen. Somit lassen sich sogenannte Hedging-Portfolios bilden, die über Long/Short-Ansätze ein signifikant negatives Beta in den in den jeweiligen Faktoren aufweisen. Deren Performances sind trotz der negativen Faktor-Exposures im Mittel nicht negativ. Somit können die Hedging-Portfolios der Makro-Faktoren ohne Einbußen bei der Rendite in ein Marktportfolio integriert werden und die Faktor-Exposures reduzieren. Die Autoren zeigen, dass dadurch bei gleichbleibender Rendite das Exposure zum Konjunkturzyklus verringert werden kann.


Quelle: Herskovic, Moreira, Muir, 2018

Auch die Absicherung von Faktorrisiken wie Value oder Momentum lässt sich nach dem gleichen Verfahren zu sehr geringen Kosten verwirklichen. Aus diesem Missverhältnis zwischen Faktor-Exposure und erwarteter Rendite ergeben sich hohe Alphas. Als wichtigstes Fazit wird festgehalten, dass sowohl Makro- als auch Faktorrisiken zu minimalen Kosten (d.h. nur geringen Renditeverlusten) abgesichert werden können.


Absolut Research analysiert die besten Publikumsfonds mit alternativen Investment-Strategien in der monatlich erscheinenden Publikation Absolut|alternative - Liquid Alternatives, die Rendite und Risiko von mehr als 1.000 alternativen Strategien im UCITS-Format aufzeigt.

Abonnenten von Absolut Research können weiterführende Informationen hier herunterladen:
Mehr zum Thema "Hedging"
zurück