13.11.2008 | 

Harvard Stiftung mit Gewinn zum Ende des Geschäftsjahres, Einbruch im 3. Quartal

Die Stiftung der Harvard University erwirtschaftete zum Ende ihres Fiskaljahres 2008 eine Rendite von 8,6 Prozent. Das Vermögen der Stiftung beläuft sich somit, laut des im Oktober veröffentlichten Jahresberichts, auf 36,9 Milliarden US-Dollar. Die Stiftung besteht aus mehr als 11.000 einzelnen Fonds deren Vermögen von der Harvard Management Company (HMC) verwaltet und investiert werden. Ziel der Investments ist die Schaffung und Maximierung langfristiger Renditen zur Finanzierung zukünftiger Projekte der Universität. Um dieses Ziel zu erreichen investiert die HMC, deren verwaltetes Vermögen zu fast 86 Prozent aus dem Kapital der Universitätsstiftung besteht, in ein stark diversifiziertes Portfolio. Die HMC managte insgesamt zehn Assetklassen von Equities über Fixed-Income bis hin zu Real-Assets. Durch diese breite Aufstellung des Portfolios konnten schlechte Entwicklungen, beispielsweise bei US und ausländischen Aktien (ohne Schwellenländer) von -12,7 und -12,1 Prozent (Stand 30. Juni 2008) durch Bonds, die in diesem Zeitraum eine Performance von rund 20 Prozent erzielen konnten, aufgefangen werden. Zusammen mit einem Risikomanagement das Kredit-, Liquiditäts-, Markt- und operationale Risiken beobachtet und steuert, konnte dieses positive Gesamtergebnis erwirtschaftet werden.

Allerdings zeichnen sich trotz der starken Diversifikation der Stiftung im dritten Quartal nun auch höhere Verluste ab, wie kürzlich  die Präsidentin bekannt gab. Aufgrund des generellen Ausverkaufs von Risikoaktiva war aber davon auszugehen, dass auch für die langjährig erfolgreichen US-Stiftungen die Krise nicht ohne Auswirkungen bleiben kann.

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