Goldman-Umfrage zeigt pessimistische Aussichten für 2015
Aus einer Umfrage von Goldman Sachs unter 267 CIOs und CFOs der Versicherungsbranche, mit einem Gesamtvolumen der Assets von über 6 Billionen US-Dollar geht hervor, dass die Erwartungen für das kommende Jahr pessimistischer als in den Vorjahren sind. Die meisten Versicherer gaben an, über genügend Kapital, jedoch zu wenig gute Investmentmöglichkeiten zu verfügen. Aus diesem Grund beabsichtigen ca. ein Drittel der Versicherer das Risiko ihres Portfolios zu erhöhen. Besonders die Investoren aus dem EMEA-Raum und Asien werden risikofreudiger.
Quelle: Goldman Sachs
Für das Jahr 2015 halten die meisten Versicherer das Wachstum der USA für das größte makroökonomische Risiko, wobei auch China und Russland einen großen Einfluss haben könnten. Die Befragten gehen davon aus, dass der US-Dollar auch im laufenden Jahr stark bleiben wird. Mehrere Versicherer äußerten Bedenken zu einer möglichen Deflation, ausgelöst durch geringe Rohstoffpreise und ein geringes Wachstum. Mittelfristig warnen einige vor einer erhöhten Inflation. Der Ölpreis wird den Erwartungen zufolge nicht signifikant über das Jahr ansteigen. Außerdem wird erwartet, dass Rohstoffe im Allgemeinen zu den Asset-Klassen mit den geringsten Renditen gehören werden.
Quelle: Goldman Sachs
Die Befragten gehen weiterhin davon aus, dass Equity-Anlageklassen eine bessere Rendite als Renten erzielen werden, wobei die Rendite im US-Equity-Bereich wahrscheinlich nicht das Niveau des Vorjahres erreichen wird. Des Weiteren suchen viele Versicherer vermehrt nach Alternativen Anlagen, wie Immobilien, Infrastruktur oder Private Equity.