Globale Entwicklung bei Carbon-Capture-Technologien
Der globale Ausbau von Carbon-Capture-and-Storage-Technologien gewinnt langsam an Dynamik, zeigt eine Studie des Feri Cognitive Finance Institutes. Mittlerweile gibt es weltweit 50 kommerzielle CCS-Anlagen, weitere 44 befinden sich im Bau und mehr als 500 in der Entwicklung. Führend sind die USA, gefolgt von Großbritannien, Kanada, Norwegen und China. CCS-Technologie ist ein zentrales Instrument, um Emissionen zu reduzieren, ohne die Industrieproduktion signifikant zu verändern.

Quelle: Feri Cognitive Finance Institute
Der Markt gilt zwar als wachstumsstark, ist aber bislang noch klein und kapitalintensiv. Zentrale Probleme der Technologie sind hohe Kosten und der hohe Energiebedarf. Je nach Methode kostet die Abscheidung von einer Tonne CO2 zwischen 40 und 600 Euro. Bei Direct Air Capture sind die Kosten besonders hoch, da die CO2-Konzentration in der Luft sehr gering ist. Studien gehen davon aus, dass die Abscheidungskosten in den nächsten zehn Jahren um bis zu 60 Prozent sinken könnten. Zudem benötigt CCS eine erhebliche Infrastruktur für Transport und Speicherung. In Deutschland fehlt bislang ein flächendeckendes Netz. Bezüglich der Lagerung bestehen zudem Umweltrisiken und die gesellschaftliche Akzeptanz ist vielerorts gering.

Quelle: Feri Cognitive Finance Institute
Der weitere Ausbau hängt jedoch stark von politischen Rahmenbedingungen, regulatorischer Stabilität und internationaler Zusammenarbeit ab. Insgesamt zeigt sich, dass Carbon Capture ein potenziell wichtiger Baustein im Klimaschutz ist, aber weder kurzfristig noch risikofrei. Die CO2-Vermeidung bleibt weiterhin das wichtigste Ziel – Carbon Capture kann dieses nur ergänzen, nicht ersetzen, schlussfolgern die Autoren.
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