15.03.2016 | Studie

General Partner optimistisch für deutschen Private-Equity-Markt

Im Jahr 2015 stieg das Volumen der Private-Equity-Transaktionen in Europa um 1,6 % auf 210,5 Mrd. Euro, bei der Anzahl der Transaktionen betrug das Wachstum sogar 3 %, zeigt der „Private Equity Trend Report 2016“ von PwC. Bei Buyouts, die mit 122,4 Mrd. Euro den größten Teil des Transaktionsvolumens ausmachen, lag das Wachstum bei 13 %, wobei die Anzahl der Transaktionen mit 6 % leicht rückläufig war. Auffällig ist, dass Private-Equity-Fonds starke Mittelzuflüsse verzeichneten und per Ende 2015 über 163 Mrd. Euro liquider Mittel verfügten, hält die Studie fest. Unverändert am höchsten ist die Buyout-Aktivität in Großbritannien und Irland, auf die ein Viertel aller Transaktionen und knapp ein Drittel der Transaktionsvolumina entfallen. In der DACH-Region nahm zwar die Anzahl der Deals um 6 % auf 288 Transaktionen zu, das Volumen verringerte sich jedoch von 48,2 auf 29,6 Mrd. Euro. Dennoch wird Deutschland für das laufende Jahr aufgrund von guter Infrastruktur, einer hochgebildeten Bevölkerung und der soliden ökonomischen Entwicklung als attraktivster Markt Westeuropas angesehen.


Quelle: PwC

Für die Studie wurden insgesamt 250 General Partner aus Europa befragt. Rund die Hälfte der Befragten vergrößerte 2015 ihr Private-Equity-Engagement. In Deutschland sind 63 % der Befragten mit der Entwicklung der Portfoliogesellschaften zufrieden, 6 Prozentpunkte mehr als im europäischen Mittel. Auch bei den Erwartungen für 2016 sind die Deutschen optimistischer. 75 % erwarten eine weitere Verbesserung des Private-Equity-Marktes, während es europaweit nur zwei Drittel sind. Besondere Bedeutung wird der Verbesserung der operationalen Effizienz eingeräumt. Schon jetzt sehen drei Viertel der Befragten darin den wichtigsten Einflussfaktor für den Return on Investment, 98 % gehen von einer weiteren Bedeutungszunahme in der Zukunft aus. Auch Nachhaltigkeitsaspekte werden zunehmend als Schlüsselfaktor betrachtet. Größte Herausforderung dürften zunehmende regulatorische Vorschriften sein, doch auch sinkende Gebühren und mangelnde Investment-Opportunitäten werden als Risiken genannt. Zudem nimmt der Wettbewerbsdruck innerhalb des Marktes zu, sagen 85 %.


Quelle: PwC

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