16.03.2016 | Studie

Deutsche Family Offices steigern Allokation in Wohnimmobilien

Immobilien bilden mit 36 % weiterhin die wichtigste Anlageklasse im Portfolio deutscher Family Offices. Zu diesem Ergebnis kommt die im März 2016 veröffentlichte Studie „Immobilienvermögen in Family Offices“ von Famos, einem Multi-Family-Office für Immobilienvermögen. Die zweitgrößte Position im Portfolio nehmen Aktien ein, deren Anteil seit 2012 von 18 % auf 23 % angestiegen ist.


Quelle: Famos

In der Anlageklasse Immobilien investieren deutsche Family Offices weiterhin bevorzugt in Wohnimmobilien. Seit 2012 hat sich der Anteil von 39 % auf 44 % vergrößert. Der wachsende Anteil lässt sich auf den kontinuierlichen Ausbau der ersten Anlagen am Heimatort vieler Family Offices sowie auf eine geringe Risikoeinschätzung der Objektart zurückführen. Eine vergleichbare Zuwachsrate ist bei der Nutzungsart gemischter Wohn- und Geschäftshäuser zu erkennen, deren Portfoliogewicht von 10 % auf 16 % angestiegen ist und ebenfalls als relativ risikoarm beurteilt wird. Die Nutzungsart Büro bleibt zwar mit 18 % der zweitgrößte Objekttyp im Portfolio, dieser ist aber im Vergleich zu 2012 um 9 Prozentpunkte gesunken. Büroimmobilien werden 2016 von den Befragten als wesentlich riskanter als Wohnimmobilien und gemischte Wohn- und Geschäftsimmobilien eingeschätzt. Die wichtigsten Gründe für die veränderte Struktur der Immobilienanlagen im Portfolio sind somit Vermögenserhalt und Inflationsschutz sowie die Erzielung laufender Cashflows. Die Optimierung der Portfoliorendite hat eine geringere Relevanz. In der Objektauswahl spielen der lokale und private Bezug zur Immobilie eine wichtige Rolle.
Zum Zeitpunkt der Befragung streben 71 % der Family Offices weitere Investitionen in Immobilien aufgrund des niedrigen Zinsumfeldes sowie einer überschüssigen Liquidität an. Die Renditeerwartungen liegen bei den einzelnen Nutzungsarten im Mittel bei 3 % bis 6 %. Bei Wohnimmobilien fallen sie am geringsten aus. Etwa 43 % der Befragten rechnet mit einer Rendite von 0 % - 3 %. Im Vergleich dazu werden Wohn- und Geschäftsimmobilien als etwas rentabler eingestuft.


Quelle: Famos

Die Spanne der erzielten Eigenkapitalrendite vor Steuern lag in der Assetklasse Immobilien in 2014 zwischen 2,5 % und 8,5 %. Im Mittel betrug die Eigenkapitalrendite 5,8 %. Die Befragung wurde unter 30 deutschen Family Offices durchgeführt.

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