GDV bezieht Stellung zur Finanzierung der Energiewende
Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat Ende März in einem aktualisierten Positionspapier erneut Stellung zur Energiewende bezogen. Private und institutionelle Investoren können beim Umstieg auf eine nachhaltige Energieerzeugung bzw. mit Investitionen in Infrastruktur und Erneuerbare Energien einen erheblichen Beitrag leisten. Voraussetzung sei allerdings ein stabiler ordnungspolitscher Handlungsrahmen, appellieren die Autoren an den Gesetzgeber. Die Engpässe in der Finanzierung der Energiewende sind weder Ressourcen noch die Bereitschaft auf Investorenseite oder technologische Hindernisse. Vielmehr obliegt es den Regulierern stabile und verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen, um eine langfristige Planungssicherheit zu ermöglichen.
Quelle: GDV
So hätte die Schaffung einer neuen Risikoklasse für Infrastrukturprojekte unter der geplanten Aufsichtsrichtlinie Solvency II das Potenzial, ein entscheidender Baustein in der Finanzierung zu sein. Im derzeitigen Entwurf werden Investitionen in Infrastruktur behandelt wie risikoreichere Exposures in Hedgefonds oder Private Equity, obwohl ihr Risikoprofil eher einem Investment in Anleihen gleicht. Außerdem sehen die bestehenden europäischen Vorschriften eine strikte Trennung der gleichzeitigen Investition in Energieerzeugung und -transport vor. Auch hier sieht der GDV Handlungsbedarf um privates Kapital zu mobilisieren.