09.09.2015 | Märkte

Frontier Markets bieten Chancen für aktives Management

Russell Investments hat in einem aktuellen Marktüberblick die Vor- und Nachteile von Investitionen in die Frontier Markets analysiert. Frontier Markets weisen eine deutlich geringere Liquidität als entwickelte Länder auf, was die Transaktionskosten erhöht. Sie stellen dennoch, aufgrund ihrer geringen Korrelation mit den Märkten der entwickelten Länder, eine gute Diversifikationsmöglichkeit dar. Des Weiteren ist die Volatilität des Frontier Markets Index historisch geringer als bei Indizes entwickelter Länder.


Quelle: Russell Investment

Die Autoren gehen genauer auf drei Punkte ein, die das aktive Management in den Frontier Markets beeinflussen. Zum einen die Verfügbarkeit von Unternehmensdaten. Diese hat sich in den letzten Jahren stark verbessert und die meisten Unternehmen stellen regelmäßige Berichte zur Verfügung. Lediglich in den am wenigsten entwickelten Märkten ist die Verfügbarkeit eingeschränkt. Zum anderen sind die Buchführungsstandards von Bedeutung. Auch hier gab es in den letzten Jahren gute Entwicklungen und viele Länder haben ihre Richtlinien an die IFRS angepasst. Ein weiterer Punkt ist die geringe Anzahl von Analysten in den Frontier Markets. Dies senkt häufig die Überprüfbarkeit der Ergebnisse, auf der anderen Seite bietet es die Möglichkeit für aktives Management, Alpha zu generieren.
Neben aktivem Management können Investoren auch durch ETFs an der Entwicklung teilhaben. Bei den ETFs besteht jedoch immer ein Trade-off zwischen einer genauen Abbildung der Märkte und der Investierbarkeit. Die meisten Frontier Markets ETFs haben einen großen Emerging Markets Anteil oder konzentrieren sich nur auf wenige Unternehmen mit großer Marktkapitalisierung.
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