03.11.2011 | Research

Fed untersucht Leerverkaufsverbote

Die Federal Reserve Bank of New York veröffentlichte Ende September eine Studie zu den Auswirkungen von Leerverkaufsverboten, sowie zur Reaktion der Aktienmärkte auf die Herabstufung der Kreditwürdigkeit der US-Bundesregierung durch die Ratingagentur Standard & Poor's.
Motivation für die Arbeit sind die jüngsten Leerverkaufsverbote, die im Zuge der Schuldenkrise in Europa erlassen wurden und welche in den USA derzeit wieder intensiv diskutiert werden. Die Autoren liefern eine ausführliche Darstellung vorangegangener Arbeiten zu diesem Thema und untersuchen die Auswirkungen der Leerverkaufsverbote auf die Aktienpreise sowie mögliche Nebeneffekte.


Quelle: Federal Reserve Bank of New York Research

So ließen sich bisher keine eindeutigen Zusammenhänge bezüglich Marktmanipulation, dem Streuen von Falschnachrichten oder dem Drücken von Aktienkursen unter ihre fundamentalen Werte durch Short Seller nachweisen. Während der Finanzkrise 2008 sind stattdessen Handelskosten und Optionspreise gestiegen, ohne dass ein Verfall der Kurse von Finanztiteln sich verlangsamt hätte. Nach der Herabstufung der Kreditwürdigkeit der USA im August 2011 sanken die Kurse von Titeln mit Leerverkaufsverbot sogar stärker, als Titel ohne Leerverkaufsverbot.
Als Folge von Leerverkaufsrestriktionen stellen sich deshalb eher negative Erscheinungen ein, als positive.


Quelle: Federal Reserve Bank of New York Research

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