Pensionsfonds sind Vorreiter beim nachhaltigen Investieren
Mehr als die Hälfte der europäischen Pensionsfonds hat bereits eine SRI-Richtlinie im Asset-Management-Prozess implementiert, berichtete Anfang Oktober die von Eurosif veröffentlichte Studie mit dem Titel "Corporate Pension Funds & Sustainable Investment". An der Studie nahmen 169 Pensionsfonds aus 12 europäischen Ländern teil. 66 % der Befragten gaben zudem an, dass die Implementierung einer SRI-Politik zu ihren definierten Sorgfaltspflichten gehört. Das bedeutet, dass ein geringer Teil der Pensionsfonds diesen Verpflichtungen derzeit nicht nachkommt.
Quelle: Eurosif
Aufsichtsgremien der Pensionsfonds stellen dabei die wichtigste Anstoß- und Kontrollinstanz für die SRI-Richtlinien dar. Für 85 % der teilnehmenden Pensionsfonds ist zudem die SRI-Politik des Unternehmens, zu welchem der Pensionsfonds gehört, bedeutend.
Allerdings werden SRI-Kriterien längst nicht bei allen Investments angewandt. Während 80 % diese bei Aktien vornehmen, sind es bei Anleihen lediglich 61 %, obwohl diese ähnlich einfach wie Aktien einzuschätzen sind. Bei Immobilien sind es 37 % der Befragten, die SRI-Kriterien anwenden. Bei Hedgefonds ist der Anteil mit 26 % wiederum relativ hoch für diese eher intransparente Anlageklasse.
Quelle: Eurosif
Das Spektrum der genutzten SRI-Filter wird dafür breit genutzt. Abstimmung und negatives Screening sind mit 46 % bzw. 44 % die am häufigsten verwendeten Filter. Nur 27 % nutzen positives Screening, 28 % schreiben spezielle Mandate aus.
Der Report schließt mit den Einzelauswertungen der 12 Länder. Aus Deutschland nahmen 11 Pensionsfonds teil, von denen fünf eine aktive SRI-Politik verfolgen.