High Frequency Trading im Währungsmarkt
Ende September veröffentlichte die Bank of International Settlements (BIS) eine Research-Arbeit über die Effekte von High Frequency Trading (HFT) im Währungsmarkt. Ziel der BIS ist dabei, die Auswirkungen von HFT in verschiedenen Märkten besser zu verstehen. So steht HFT, insbesondere in stressigen Marktphasen, im Verdacht die Volatilität zu erhöhen und Trends zu verstärken. Nach der Untersuchung des Marktes für Währungen, sollen daher noch weitere Untersuchungen in anderen Märkten folgen.
Quelle: BIS
In normalen Marktphasen sieht die BIS HFT positiv. Zusätzliche Liquidität und engere Spreads seien die Folge. In Stressphasen bestehe jedoch die Möglichkeit einer Verstärkung. Diese werde eher durch die Ausführungsart der Orders verursacht, als durch die Orders selbst. Hier seien weitere Untersuchungen notwendig. Sogenannte "Flash Crashs" seien hingegen nicht generell auf HFT zurückzuführen, sondern eher auf einzelne "Rough Trades". Die Frage nach Fairness und Marktintegrität ließe sich nicht so einfach beantworten, so die BIS. HFT sei allerdings nur die jüngste Manifestation einer länger anhaltenden Diskussion um die Nutzung von Marktinformationen. Sorge bereite beispielsweise ob Prime Broker technologisch mit ihren HFT-Klienten mithalten könnten, da sie ein Bestandteil der Selbstregulierung im Währungsmarkt sind.
Die BIS schließt mit einer Reihe von Empfehlungen, die zunächst auf ein besseres Verständnis von HFT sowie eine potentielle regulatorische Überwachung abzielen. Nach ihrer Ansicht wird HFT sowohl den Währungs- als auch den Aktienmarkt nachhaltig verändern.