Faktormodell zur Performancemessung von Private Equity
Der Asset Manager Capital Dynamics hat ein Modell zur Messung der Performance-Treiber eines Private-Equity-Portfolios entwickelt und anhand dessen die Portfolios zweier nordamerikanischer Pensionsfonds untersucht. Dabei sehen die Autoren Private Equity nicht als eigene Asset Klasse, sondern als Teil des Equity-Portfolios an. Entsprechend stellt sich als erste Frage bei der Asset-Allokation, ob über Private oder Public (Listed) Equity investiert werden soll. Im Anschluss wird die strategische Asset-Allokation festgelegt, von der taktisch abgewichen werden kann. Zuletzt folgt die Auswahl der konkreten Manager. Jeder dieser Schritte ist mit bestimmten Risikoprämien verbunden.
Quelle: Capital Dynamics
Es zeigt sich, dass der größte Performance-Beitrag von der Equity-Prämie herrührt, welche bei rund 6,7 % liegt. Ebenfalls positiv sind der Beitrag der Illiquiditätsprämie von Private Equity, die zusätzlich gut 4 % beträgt, sowie die Prämie der strategischen Asset-Allokation mit 0,6 bis 1,6 %. Negativ ist in beiden Fällen dagegen der Beitrag des Timings durch das Management. Vor diesem Hintergrund empfehlen die Autoren, sich auf die Konstruktion, Implementierung und Überwachung der strategischen Asset-Allokation zu fokussieren und nicht opportunistisch in den verschiedenen Marktphasen hiervon abzuweichen. Zuletzt scheint die Erzielung eines Management-Alphas durch die Fonds-Selektion in einem stark diversifizierten Portfolio schwierig. Gutes Risikomanagement kann helfen, konzentriertere Portfolios zusammenzustellen, die ein höheres Outperformance-Potential haben.
Absolut Research analysiert jeden Monat in der Publikation Absolut|ranking in der Kategorie Listed Infrastructure & Private Equity die besten Asset Manager mit erklärtem Fokus auf Listed Private Equity. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 11.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 25 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 100 Vergleichsgruppen.