Fähige Fondsmanager erzielen signifikant bessere Ergebnisse
Die Performance aktiv gemanagter Fonds basiert nicht auf Zufall, sondern auf dem Skill der Manager, zeigt ein Forschungspapier von Jonathan Berk und Jules van Binsbergen von der Stanford University. Basierend auf einem Datensatz für den Zeitraum 1962 - 2011 untersuchen die Autoren rund 6.000 US-amerikanische aktiv gemanagte Investmentfonds, wobei sie anders als viele andere Arbeiten auch außerhalb der USA investierende Fonds in ihre Analyse mit einbeziehen. Als Maßzahl für den Wertzuwachs, den ein Manager erzielt hat, wird die Brutto-Überschussrendite (d.h. vor Abzug der Gebühren) über der entsprechenden Benchmark, multipliziert mit den Assets under Management, verwendet.
Quelle: Berk, Binsbergen (2013)
Im Schnitt erzielten die beobachteten Fonds einen Wertzuwachs über der Benchmark von 140.000 US-Dollar im Monat, wobei logischerweise starke Unterschiede zwischen den einzelnen Produkten bestehen. Diese offensichtlichen Performanceunterschiede zeigen aufgrund ihrer zeitlichen Persistenz, dass sie nicht alleine auf Glück zurückzuführen sind: Über einen 10-Jahreszeitraum befanden sich die ursprünglichen Top-Decile-Manager signifikant öfter unter den Top-50-%-Managern. Auffällig ist darüber hinaus, dass Investoren anscheinend in der Lage sind, die kompetentesten Manager bereits ex ante zu identifizieren. So ist die aktuelle Höhe der Gebühren ein besserer Indikator zusätzlicher Wertzuwächse als die Erfolge des Managers in der Vergangenheit.
Abschließend wird geprüft, in welchem Ausmaß die Anleger vom Skill der Manager direkt profitieren. Die Ergebnisse sind in diesem Zusammenhang jedoch insignifikant, so dass offenbar ein großer Teil der zusätzlichen Rendite, die auf den Fertigkeiten des Fondsmanagements basiert, bei den Fondsgesellschaften und -managern verbleibt.