02.07.2008 | 

EVCA-Szenarioanalyse zur globalen Entwicklung von Private Equity

Die European Private Equity and Venture Capital Association (EVCA) veröffentlichte am 19. Juni auf ihrem 25. Jahressymposium eine Szenarioanalyse, die die möglichen Zukunftsperspektiven für Private Equity darstellt. Bisher gab es kaum Studien, die sich mit den Folgen fundamentaler weltwirtschaftlicher Entwicklungen für den Buyout und Venture Capital Markt beschäftigten. Die von Oxford Analytica entworfenen Szenarien untersuchen verschiedene makroökonomische, politische und soziale Einflüsse speziell auf die Private Equity Branche.

Um dem üblichen Zeitrahmen einer vollständigen Private Equity Investition, Fundraising, Investition und Exit, gerecht zu werden, wurde das Jahr 2020 als Horizont für die Szenarien ausgewählt. Daraufhin wurden in einer ausführlichen Expertenbefragung die wichtigsten branchenspezifischen und makroökonomischen Determinanten von Private Equity Investitionen ermittelt. Diese sind u. a. Regulierung, Besteuerung, Fundraising, relative Performance, geopolitische Machtkonstellationen, Ressourcenknappheit, Klimawandel und Demographieentwicklung. Im nächsten Schritt wurden die Determinanten gewichtet und den zwei Szenariodimensionen Regulierung (Markt vs. Intervention) und politische und wirtschaftliche Integration (fortlaufend vs. Rücklaufend) zugeordnet.

Als Ergebnis entstehen die vier Szenarien "Three Towers", "Gulfstream", "Trading Up" und "Going East", von denen jedes die Herausforderungen und Chancen in einem veränderten globalen Umfeld beschreibt.
"Die Private Equity-Branche ist von Natur aus auf Langfristigkeit ausgelegt. Neue Fonds werden auf mindestens 10 Jahre aufgelegt", erläutert Javier Echarri, Generalsekretär der EVCA. "Dies macht eine strategische Planung für alle aktiven Teilhaber unverzichtbar. Unsere neue Studie ermöglicht den Blick auf die globalen Märkte und ihre Dynamik für die nächsten fünf, zehn und fünfzehn Jahre". Die Studie solle hierbei weder eine Lösung für bestehende Problematiken noch Patenrezepte für zukünftige Entscheidungen der Beteiligungsgesellschaften liefern", fährt Echarri fort. Aber sie spiegele die generelle Notwendigkeit wieder, branchenspezifische und makroökonomische Faktoren bei der zukünftigen Geschäftsplanung vermehrt zu berücksichtigen. Abonnenten können im aktuellen Absolut|report einen Kommentar von Javier Echarri zu diesem Thema lesen.

Bei der Interpretation der Studie ist zu beachten, dass die Untersuchung keine endgültigen Antworten auf drängende Zukunftsfragen geben kann und soll, sondern als fiktives Referenzsystem für die Private Equity-Branche in einem Betrachtungshorizont bis zum Jahr 2020 angelegt ist und  Entscheidungsträgern ein leistungsfähiges Instrument zur Überprüfung der eigenen Unternehmensstrategien liefern soll.

Die Studie kann über das angehängte Formular bei der EVCA angefordert werden, Abonnenten des Absolut|report erhalten 25% Rabatt.

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