Europäische Pensionspläne bereiten sich auf QE-Ende vor
Institutionelle Investoren in Europa sehen ein Ende der Quantitative-Easing-Programme, steigende politische Risiken und zunehmende Protektion im Welthandel als wichtigste Herausforderungen in den kommenden Jahren. Dies geht aus einer Umfrage von Amundi und dem Create Reseach Institute hervor. Insbesondere mit Blick nach Brüssel wünschen sich viele der Befragten ein deutlichere Vision für Europa und handlungsschnellere Institutionen. Ziele, wie die Banken- und Kapitalmarktunion, können nur mit einem klaren Aktionsplan erreicht werden, meinen die Umfrageteilnehmer. Die Phase expansiver Geldpolitik seit 2008 wurden der Mehrheit zufolge nicht ausreichend für Reformen der Union genutzt.
Quelle: Amundi, Create
Für die Kapitalanlage rechnen sie daher mit einer Phase steigender Volatilität an den Märkten. Value Opportunities sieht die Mehrheit in Global Equities, Infrastructure und EM Equities (ex China), während Gold, High Yield Bonds und chinesische Aktien als besonders unattraktiv eingestuft werden. In ihrer Allokation planen daher 62 % der Befragten stärker in Real Assets zu investieren und ihr Portfolio mehr mit Risikofaktoren zu steuern (58%). Dahinter steht oftmals die Überlegung in Assets mit relativ unkorrelierten Erträgen zu investieren. 
Quelle: Amundi, Create
Dabei rückt auch das Thema Nachhaltigkeit bei immer mehr Investoren in den Mittelpunkt ihrer langfrisigen Anlageentscheidungen, sowohl aus Risiko- als auch Renditeperspektive. ESG-Integration erfolgt in der Regel über drei Wege: Ausschluss von schlecht bewerteten Branchen oder Unternehmen, gezielte Anlage in gut bewertete Titel oder in Kombination mit finanziellen Kennzahlen.
Mit möglichen Szenarien und Auswirkungen einer veränderten EZB-Politik befasst sich auch Pieter Jansen, NN Investment Partners in einem Beitrag in Ausgabe 5|2018 des Absolut|report, den Abonnenten hier lesen können.