Europäische Investoren setzen vermehrt auf Alternatives
Europäische institutionelle Investoren setzen vermehrt auf alternative Anlagen. Dabei ist die Asset Allocation durchschnittlich umso breiter aufgestellt, je größer die Institution ist. Dies geht aus der Ende Juni von Investment & Pensions Europe und Invesco veröffentlichten "IPE European Institutional Asset Management Survey 2010" hervor. Für die Studie wurden 121 Investoren aus 25 Ländern mit insgesamt 333 Mrd. Euro Assets under Management befragt. Die in 15 Punkte gegliederte Studie bietet einen tiefen Einblick in die Investmentgewohnheiten und -bedürfnisse europäischer institutioneller Investoren.
Bei der Frage nach den wichtigsten Investment-Zielen wurden keine Präferenzen deutlich, außer dass bei externen Managern die relative Performance bei der Evaluierung eine größere Rolle spielt. Bei der Asset Allocation hat der Anteil der Alternatives von 6 % auf 8 % leicht zugenommen. Auch die Aktienquoten wurden im Vergleich zu 2008 wieder erhöht, liegen allerdings noch unter den Werten von 2007. Reduziert wurden im Gegenzug Fixed Income und Cash. Die Quoten für Alternatives liegen in der Schweiz und Großbritannien/Irland rund doppelt so hoch wie in Kontinentaleuropa.
Quelle: IPE
Quellen absoluter Renditen sind vor allem Cash und Alternatives wie Hedgefonds und Immobilien. Bei Aktien und Fixed Income setzt die Mehrheit weiterhin auf relative Renditen. Größte Asset-Klasse bei den Alternatives sind Immobilien mit einer durchschnittlichen Allokation von 6,6 %. Hedgefonds mit 2,3 %, Rohstoffe mit 1,0 % und Private Equity mit 1,8 % nehmen nur geringe Anteile der Portfolios ein.
Quelle: IPE
Als weitere Ergebnisse der Studie lassen sich der vermehrte Einsatz von ETFs und die geringe Inanspruchnahme von Consultants festhalten. Gestiegen ist hingegen die Inanspruchnahme von externen Managern. Auch nachhaltige Investments gewinnen an Bedeutung. 42 % der Studienteilnehmer planten eine Ausweitung der nachhaltigen Anlagen innerhalb des nächsten Jahres.