21.07.2010 | Report

Osteuropa weiterhin attraktiv für Private-Equity-Investoren

Die Finanzkrise hatte bisher kaum Auswirkungen auf die Private-Equity-Investitionen in Osteuropa. Dies geht aus der aktuellen Marktstatistik der European Private Equity and Venture Capital Association (EVCA) hervor, die im Juli 2010 erschienen ist. Demnach betrugen die Investitionen in den gesamten osteuropäischen Raum im Jahr 2009 rund 2,5 Mrd. Euro und waren damit genau so hoch, wie 2007 und 2008. Die großen Staaten der Region, Tschechien, Ungarn, Polen, Rumänien und Bulgarien, vereinigten rund 93 % der Investitionen auf sich. Aufgrund einiger großer Transaktionen entfielen 60 % der Investitionen auf Tschechien. Insgesamt entsprach das osteuropäische Private-Equity-Volumen 11 % der gesamten europäischen Aktivität.


Quelle: EVCA


Das Fundraising ist mit einem Rückgang um -85 % massiv gesunken, auf 378 Mio. Euro. Die EVCA begründet dies mit dem hohem Kapitalaufkommen 2007 und 2008, welches aufgrund der Finanzkrise nicht in Investitionen umgemünzt wurde. Auch Exits wurden im schwierigen Marktumfeld des letzten Jahres kaum durchgeführt, ihr Volumen fiel um 48 % auf 124 Mio. Euro zurück.


Quelle: EVCA


Mit 75,1 % floss das meiste Kapital in Buyout-Investitionen.
Wachstumsfinanzierungen waren mit 15,9 % der zweitgrößte Posten. Auffällig ist, dass Venture-Finanzierungen weit hinter dem übrigen Europa zurückliegen. Hier wurden nur 1,8 % investiert, der europäische Durchschnitt liegt hingegen bei 16,8 %.

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