Europäische Investoren erhöhen Portfoliodiversifikation
Diversifikation über Risikofaktoren, Anlage in Real Assets und der Einsatz liquider alternativer Strategien sind die drei wichtigsten Ansätze, die europäische Pensionseinrichtungen in den kommenden drei Jahren umsetzen wollen. Dies zeigt eine Studie von Amundi und Create Research, die vor dem Hintergrund geopolitischer Trends Investoren befragt hat. Motivationen auf Anlegerseite sind einerseits die Reduktion expansiver Geldpolitik und steigende Inflationsrisiken und andererseits der globale Trend zu politischem Populismus. Anleger fokussieren sich daher stärker auf Kapitalerhalt (61 %) anstatt auf Kapitalzuwachs (19 %). 
Quelle: Create Research, Amundi
In der Asset-Allokation gewinnt die Minimierung von Korrelationen demnach wesentlich an Bedeutung. Dabei nutzen Investoren zunehmend Risikofaktoren zu Kalibrierung (60 %). Eine klare Trennung zwischen Alpha- und Beta-Faktoren wird von 43 % der Befragten als wichtig angesehen. So geben 56 % der Befragten an, dass klassische kapitalisierungsgewichtete Benchmarks an Stellenwert verlieren werden. Allerdings sehen nur 31 % eine wachsende Bedeutung von Smart-Beta-Fonds. Größeres Gewicht wird dagegen Themenfonds beigemessen, wie 52 % der Umfrageteilnehmer angeben. 
Quelle: Create Research, Amundi
Ebenfalls gewinnen Aspekte der Nachhaltigkeit an Bedeutung. 52 % der Befragten geben an, ESG-Kriterien in ihre Anlageprozesse schrittweise integrieren zu wollen. Im Schnitt setzen diese Investoren in einem Drittel ihres Portfolios bereits Nachhaltigkeitsstrategien um. Haupttreiber dieser Entwicklung sind Reputationsrisiken (63 %), langfristige Renditeziele (52 %), soziales Verantwortungsbewusstsein (50 %).
Mit Blick auf die Attraktivität der verschiedenen Asset-Klassen stehen Global Equities (62 %) an der Spitze. Real Estate Debt (52 %), Alternative Credit (51 %) und Infrastructure (50 %). Für die Studie wurden 161 europäische Pensionseinrichtungen mit 1,7 Billionen Euro AuM befragt.
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