22.03.2018 | Märkte

Performance von Infrastruktur-Assets in Krisenszenarien

In einer Marktanalyse hat JP Morgan untersucht, wie sich Infrastrukturinvestments in Rezessionen, einem Umfeld steigender Inflation und Zinsen oder bei niedrigen Energiepreisen verhalten. Die theoretische Widerstandsfähigkeit von Infrastruktur-Anlagen ergibt sich aus stabilen und planbaren Cash Flows, die einen Großteil der Gesamtperformance ausmachen. Zudem weisen Private-Core-Infrastruktur-Assets eine geringe Korrelation zu Aktien und Anleihen auf. Die Autoren haben daher untersucht, wie sich die Cash Flows eines diversifizierten infrastruktur-Portfolios, gemessen am Yield on Cost, in den drei unterschiedlichen Szenarien verhalten.

Im Fall einer Rezession würde es über 10 Jahre zu einer Verringerung des Yield on Cost um einen Prozentpunkt auf 8 % p.a. kommen. Dies ist vor allem auf negative Effekte im Transportation-Bereich zurückzuführen. Höhere Inflationsraten würden im 10-Jahres-Durchschnitt hingegen keinen Einfluss auf die Rendite haben, im Zeitverlauf würde die Rendite sogar leicht ansteigen, da die vertraglichen Preisvereinbarungen (z.B. von Versorgungsinfrastruktur) an die steigenden Kosten angepasst werden. Im Transportation-Segment stützt u.a. die quasi-monopolistische Struktur der Investments. Zuletzt untersuchen die Autoren die Auswirkungen eines dauerhaften Preisrückganges im Energiebereich, etwa durch technologische Verbesserungen bei erneuerbaren Energien. Kurzfristig dürfte dies durch die lang laufenden Verträge im Infrastruktur-Bereich keine Auswirkungen zeigen und auch langfristig fallen die Renditen nur moderat, stellen die Autoren fest.


Quelle: JP Morgan

Insgesamt schließen die Autoren, dass Infrastruktur Anlegern neben stabilen und planbaren Cash Flows auch helfen kann, negative makroökonomische Entwicklungen und Schocks zu kompensieren.  


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