16.02.2017 | Studie

ESG-Score von Immobilien

Die Initiative Global Real Estate Sustainability Benchmark (GRESB) hat in einer Studie, die Ende 2016 veröffentlicht wurde, die Entwicklung von Nachhaltigkeitsaspekten im Immobiliensektor untersucht. Hierzu wurden Immobilienunternehmen und -Fonds befragt.

Im Vergleich der einzelnen Immobilientypen nach ihrer ESG-Performance weisen Büroimmobilien mit einem GRESB Score von 66 nach wie vor die besten Ergebnisse auf. Demnach wird in Büroimmobilien ein umfangreicheres und regelmäßigeres Monitoring der einzelnen ESG-Messparameter durchgeführt. Bis 2016 haben insgesamt 88 % der Studienteilnehmer die Energieeffizienz der Objekte ihrer Büro-Portfolios erhoben.
Der Retail- und Wohnungssektor liegt mit einem GRESB Score von 63 und 54 dicht hinter den Büroimmobilien. Während rund 85 % der Retail-Portfolios Energiebewertungen der Objekte durchführen, liegt der Anteil bei den Wohnimmobilien bei 78,5 %. Das größte Potenzial die ESG-Performance zu verbessern, wird bei Wohnimmobilien und dem Industriesektor gesehen. 


Quelle: GRESB

87,7 % der Befragten verwenden ein Datenmanagement-System, um u.a. den Energie- und Wasserverbrauch sowie die CO2-Emissionen einzelner Objekte zu messen und zu minimieren. Mittlerweile umfassen die Messparameter auch die Luftqualität und Objekt-Qualität.

Die Autoren konnten insgesamt 200 verschiedene Zertifikate für nachhaltige Immobilien identifizieren. Am häufigsten wurden von den Studienteilnehmern Energiezertifikate verwendet (71,4 %), gefolgt von Green-Building-Zertifikaten mit dem Fokus auf Design und Bauweise (53,6 %) und auf Betrieb und Instandhaltung (46,9 %). 
Die am häufigsten verwendeten Zertifikate sind weiterhin LEED, BREEAM und BOMA. Allerdings gewinnen bisher weniger bekannte Zertifikate mit einer stärker fokussierten Vorgehensweise, wie z.B. ABINC Certification for Urban Development and Shopping Centers, kontinuierlich an Bedeutung.


Quelle: GRESB


Mit dem Absolut|impact hat Absolut Research im Mai 2016 eine neue Plattform gestartet, die das Spektrum nachhaltiger Investments für institutionelle Investoren abbildet. Die zweite Ausgabe vom Oktober 2016 enthält u.a. Beiträge zur Bedeutung institutioneller Investoren im Markt nachhaltiger Investments, verantwortungsvollem Investieren in Private Equity, Klimarisiken im langfristigen Portfolio sowie rechtlichen Rahmenbedingungen von Energiewende-Investments. Der Absolut|impact zeigt Investoren, wie sie eine positive Wirkung auf ihr Portfolio und gleichzeitig auf die Gesellschaft als Ganzes möglich machen können.

Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Fokus auf Nachhaltigkeit jeden Monat in den Publikationen Absolut|ranking Sustainability Equity und Sustainability Balanced & Fixed Income. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 11.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 27 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 110 Universen.

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