21.11.2019 | Studie

ESG-Bewertung von Real Assets

Die durchschnittliche ESG-Score von Immobilien im Jahr 2019 stieg gegenüber dem Vorjahr von 68 auf 72 von 100 möglichen Punkten, wie die diesjährige Auswertung der Initiative GRESB zeigt. Die Analyse basiert auf den Portfoliodaten von über 100 institutionellen Investoren mit mehr als 22 Bill. USD Anlagevermögen, die an GRESB berichten. GRESB ermittelt daraufhin einen ESG-Score, der zwischen 0 und 100 liegen kann. Verglichen mit dem Vorjahr verbesserte sich nicht nur der mittlere Score, auch die Zahl der berichtenden Anleger stieg. Dies weist darauf hin, dass der Immobiliensektor stärker auf die Nachfrage nach mehr ESG-Transparenz und -Leistung reagiert. Allerdings sind eindeutig weitere Verbesserungen erforderlich, um die globalen Klimaziele zu erreichen. Zwar sanken die globalen Treibhausgasemissionen der Portfolioobjekte um -2,6 %, allerdings mit einer geringeren Rate als im Vorjahr (-4,9 %). Nach drei abnehmenden Jahren in Folge nahm der globale Energieverbrauch sogar um 0,2 % zu. Mit nur drei Netto-Null-Portfolios in der Benchmark 2019 muss demnach noch weitaus mehr getan werden, um den Sektor auf einen nachhaltigen Weg zu lenken.


Quelle: GRESB

Zu den positiven Ergebnissen zählen u.a. dass 88 % der Teilnehmer ihre jährlichen Performance-Ziele an ESG Targets gekoppelt haben (Vorjahr: 83 %). Ebenfalls haben 69 % der Unternehmen ESG-Ziele in die Entlohnung auf Vorstandsebene integriert. 90 % der GRESB-Teilnehmer überwachen die Mitarbeiterzufriedenheit, 81 % die Mieterzufriedenheit und 79 % die Auswirkungen der Immobilie auf ihre Nachbarschaft bzw. die lokalen Gemeinden, wodurch die Voraussetzungen für Verbesserungen der sozialen Aspekte der ESG geschaffen werden.


Quelle: GRESB

GRESB hat ebenfalls wieder eine separate Bewertung von Infrastruktur-Assets vorgenommen. Gegenüber dem Vorjahr steig die Beteiligung an der Befragung um 40 %. Die mittlere Bewertung lag dieses Jahr bei 55.

Die der Bewertung zugrundeliegende Methodik beschreibt Josien Piek, Head of EMEA bei GRESB, in der Ausgabe #2/2019 des Absolut|impact in der Serie Ratingagenturen.

Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Fokus auf Immobilen und Infrastruktur jeden Monat in der Publikation Absolut|ranking Real Estate sowie Listed Infrastructure. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 16.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 34 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 160 Universen. 
 

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