15.10.2014 | Studie

ESG-Aspekte sind Pensionskassen-Versicherten wichtig

Mit 72 Prozent verlangen fast drei Viertel der Befragten von ihrer Pensionskasse, dass nachhaltige Anlagestrategien umgesetzt werden, zeigt eine Studie von RobecoSAM. Hierzu wurden 1.200 Pensionskassen-Versicherte aus allen Regionen der Schweiz befragt. An erster Stelle steht bei den Befragten die Sicherheit ihres Vermögens bzw. ihrer Rente. Wird jedoch explizit gefragt, ob die Pensionskassen auch Aspekte aus den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung beachten sollen, sprechen sich 72 Prozent dafür und lediglich 5 Prozent dagegen aus. Aufgeschlüsselt nach Regionen ergibt sich die höchste Zustimmung im deutschsprachigen Teil (78 %), während in der Italienischen Schweiz dieser Wert nur bei 39 Prozent liegt.


Quelle: RobecoSAM

Über die Hälfte der Versicherten ist auch dann bereit, nachhaltige Strategien zu integrieren, wenn dies zu Lasten der Rendite geht. 37 Prozent dagegen würden nur bei einer gleich hohen Rendite ESG-Aspekte berücksichtigen. Diejenigen, die sich konsequent gegen nachhaltige Strategien stellen, tun dies in den meisten Fällen aus Renditeerwägungen. Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass eine Mehrheit von 70 Prozent der Befragten das Vorgehen der Schweizer Nationalbank billigt, ihre Aktien von Unternehmen mit ethisch fragwürdigen Aktivitäten zu verkaufen.


Quelle: RobecoSAM

Unter den Ausschlusskriterien stehen Staaten, die Menschenrechte missachten, mit 86 % auf dem ersten Platz. Nahezu genauso hoch ist die Ablehnung von Investments in umstrittene Branchen und Unternehmen, die den Schutz der Arbeitnehmer bzw. der Umwelt missachten. Probleme bei Schutz von Aktionärs- und Eigentümerrechten sehen dagegen nur 76 Prozent als Ausschlusskriterium. Durch die Beachtung solcher Kriterien glauben 82 Prozent, dass die Pensionskassen ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nachkommen, 73 Prozent sind der Überzeugung, dass dies zudem zu umsichtigeren Anlageentscheidungen führt. Fast genauso hoch ist die Zustimmung für eine gesetzliche Verpflichtung zur Berücksichtigung von ESG-Faktoren. Bezüglich des Themenbereiches Impact Investing sehen die Befragten die höchste Bedeutung in der Bekämpfung von Wasser- und Nahrungsmittelknappheit (75 % bzw. 74 %) gefolgt von Energieknappheit (69 %).

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