Entwicklung von Sovereign Wealth Funds
Die Deutsche Bank Research hat Ende Oktober im Anschluß an das Herbsttreffen des Internationalen Währungsfonds eine Studie zu Sovereign Wealth Funds (SWFs) und der Investmentpolitik ausländischer Anleger veröffentlicht.
Das verwaltete Kapital der SWFs stieg, so die Studie, auf 3,6 Billionen US-Dollar an. Nach Schätzungen der Autoren wird dieses Volumen bis 2010 auf fünf Billionen und bis 2015 auf zehn Billionen US-Dollar anwachsen. Sovereign Wealth Funds sind damit doppelt so groß wie Hedgefonds. Dennoch belaufen sich ihre Assets immer noch auf nur weniger als 10 Prozent des Welt-Bruttosozialprodukts.
Mit Abstand der größte SWF ist der Abu Dhabi Investment Authority Fund (ADIA) mit 875 Mrd. US-Dollar verwaltetem Kapital. An zweiter Stelle und mit weniger als der Hälfte der Assets folgt Norwegens Norges Bank Investment Management (NBIM). Aggregiert man die Assets aller SWFs nach Regionen, führt der Nahe Osten mit 46 % aller Assets vor Asien (29%) und Europa (16%).
Investiert wird der Großteil des Kapitals in Nord Amerika (37%) und europäische Staaten (32%). In Europa entfällt dabei der größte Anteil des gesamten Transaktionsvolumens auf England mit 26 Mrd. USD, gefolgt von Deutschland mit 5,1 Mrd. USD und Frankreich mit 3,8 Mrd. USD. Dabei überwiegen Anlagen in den Finanzsektor deutlich: seit 1995 wurden in diesen Bereich kumuliert mehr als 60 Prozent der Investitionen getätigt.