16.01.2017 | Studie

Entwicklung von Impact Investments in Deutschland

Impact Investing bezeichnet Kapitalanlagen, die nicht nur Renditeziele verfolgen, sondern ökologische oder soziale Verbesserungen bewirken wollen. In Deutschland werden rund 70 Mio. Euro dieser Nachhaltigkeitsstrategie zugeordnet, wie aus einer Studie von McKinsey, der Finanzierungsagentur für Social Entrepreneurship FASE und der gemeinnützigen Organisation Ashoka hervorgeht. Das Nischendasein der Strategie in Deutschland führen die Autoren auf mehrere Gründe zurück: wenige spezialisierte Investoren, Mangel an geeigneten Unternehmern, wenig Unterstützung großer NGOs und fehlende regulatorische Strukturen.
Zwar besteht den Autoren zufolge großes Wachstumspotenzial, jedoch fehlt es an strukturierten Produkten und ausreichend großen Investmentopportunitäten für institutionelle Investoren, um Impact Investments umzusetzen. Intermediäre, die zwischen Unternehmern und Investoren vermitteln, gibt es kaum. So decken derzeit vermögende Einzelpersonen (HNWI), Stiftungen und öffentliche Investoren den Großteil der Finanzierungen ab.


Quelle: McKinsey, FASE, Ashoka

Die Autoren sehen insbesondere den Gesetzgeber in der Pflicht, Anreize zu setzen die Marktentwicklung voran zu treiben. Ebenfalls sollten die wenigen Intermediäre Produkte anbieten, die eine geeignete, institutionelle Größe aufweisen, beispielsweise in dem verschiedene Projekte gebündelt werden. Eine syndizierte Finanzierung könnte durch Zuschüsse oder Garantien der etablierten Marktteilnehmer sowie durch Junior Tranchen institutionelle Anleger dazu bewegen, zu investieren. Die Autoren halten fest, dass nur aufeinander abgestimmte Maßnahmen zu einer positiven Marktentwicklung führen können, die nicht nur finanzielle Bedürfnisse der Investoren bedient, sondern auch soziale Ziele in Deutschland unterstützt.


Mit dem Absolut|impact hat Absolut Research im Mai 2016 eine neue Plattform gestartet, die das Spektrum nachhaltiger Investments für institutionelle Investoren abbildet. Die zweite Ausgabe vom Oktober 2016 enthält u.a. Beiträge zur Bedeutung institutioneller Investoren im Markt nachhaltiger Investments, verantwortungsvollem Investieren in Private Equity, Klimarisiken im langfristigen Portfolio sowie rechtlichen Rahmenbedingungen von Energiewende-Investments. Der Absolut|impact zeigt Investoren, wie sie eine positive Wirkung auf ihr Portfolio und gleichzeitig auf die Gesellschaft als Ganzes möglich machen können.

Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Fokus auf Nachhaltigkeit jeden Monat in den Publikationen Absolut|ranking Sustainability Equity und Sustainability Balanced & Fixed Income. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 11.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 27 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 110 Universen.

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